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VW verdoppelte seinen Betriebsgewinn © Volkswagen

Ambitioniertes Ziel: VW möchte die Zahl seiner ausgelieferten Fahrzeuge heuer um bis zu zehn Prozent steigern.

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Ambitioniertes Ziel: VW möchte die Zahl seiner ausgelieferten Fahrzeuge heuer um bis zu zehn Prozent steigern.

Redaktion 18.03.2022

VW verdoppelte seinen Betriebsgewinn

Der Chipkrise zum Trotz durfte sich Volkswagen 2021 über gut laufende Geschäfte freuen – heuer soll es in ähnlicher Tonart weitergehen.

WOLFSBURG. Volkswagen hat seinen Gewinn trotz der Turbulenzen um fehlende Halbleiter, brüchige Transportketten und gestiegene Rohstoffkosten stark gesteigert. Das operative Ergebnis verdoppelte sich im vergangenen Jahr nahezu auf 19,3 Mrd. €, wie der deutsche Autobauer Mitte März 2022 nach Beratungen des Aufsichtsrats bekannt gab. Damit lag der Betriebsgewinn über den knapp 17 Mrd. € von 2019.

„Während der vergangenen zwei Jahre haben wir gelernt, besser mit den Auswirkungen von Krisen auf unser Unternehmen umzugehen“, sagte Finanzchef Arno Antlitz. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Konzern auch weiter auf Kurs zu bleiben werde. Haupttreiber der Ertragskraft waren Verbesserungen beim Produktmix und höhere Preise, die Volkswagen wegen der hohen Nachfrage durchsetzen konnte.

Von dem kräftigen Gewinnplus profitieren die Aktionäre; sie sollen eine zum Vorjahr um 2,70 € erhöhte Dividende von 7,50 € je Stamm- und 7,56 € je Vorzugsaktie bekommen. Dem Haupteigner Porsche SE, über die die Familien Porsche und Piech die Mehrheit an Volkswagen halten, fließen damit knapp 1,2 Mrd. € zu, auf die die Holding Steuern zahlen muss.

Trotz der Verwerfungen durch den Ukraine-Krieg äußerte sich der Vorstand verhalten optimistisch zum laufenden Jahr: Die Auslieferungen sollen um fünf bis zehn Prozent zulegen, und die operative Rendite zwischen sieben und 8,5 Prozent landen. 2021 erreichte Volkswagen eine operative Marge von 7,7 Prozent. Die Prognose machte das Management um Konzernchef Herbert Diess abhängig vom weiteren Verlauf des Ukraine-Kriegs, insbesondere den Auswirkungen auf die Lieferketten und die Weltwirtschaft insgesamt. (jz)

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