AUTOMOTIVE BUSINESS
„Wir wollen intelligente Konzepte entwickeln” © leisure.at/Christian Jobst
© leisure.at/Christian Jobst

Redaktion 19.05.2017

„Wir wollen intelligente Konzepte entwickeln”

Uber Österreich General Manager Andreas Weinberger skizziert bei einem Business Breakfast seine Pläne.

LUXEMBURG/WIEN. Dem US-Fahrdienstvermittler Uber werden in Europa neue Steine in den Weg gelegt. Nach Einschätzung des Generalanwalts am Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH), Maciej Szpunar, ist das Unternehmen ein Verkehrsdienstleister und muss entsprechend kontrolliert werden. Uber betreibe zwar eine elektronische Plattform, sei aber nicht wie von der Firma angegeben ein reiner Informationsdienstleister, erklärte.

Mobilität der Zukunft

Der Generalanwalt argumentierte, Ubers Angebot sei keine reine Vermittlung von Fahrgästen, weil die Fahrer ihr Geschäft nicht unabhängig vom Unternehmen betrieben. Deshalb könne dieses dazu verpflichtet werden, die in den einzelnen EU-Ländern für ein Verkehrsunternehmen notwendigen Lizenzen und Genehmigungen einholen zu müssen.

Tags darauf bemühte sich dann Uber Österreich General Manager Andreas Weinberger (Bild) bei einem Business Breakfast der American Chamber of Commerce, den Mitgliedern der US-Handelskammer trotzdem Wege in die Mobilität der Zukunft und das strategische Potenzial des Unternehmens aufzuzeigen. „Wir wollen kein Wettbewerber zur U-Bahn sein, sondern gemeinsam mit Städten intelligente Verkehrskonzepte entwickeln”, so Weinberger.
Wie man am Beispiel New Jersey sehe, könne Uber eine umweltschonende und zukunftsweisende Öffentlich-private-Partnerschaft sein; dort unterstützt die Stadt Fahrten zur Öffi-Haltestelle, um den Individualverkehr zu reduzieren, so Weinberger, der Uber als echte Alternative zum eigenen Auto darstellte.
Spätestens mit Einzug des selbstfahrenden Autos werden alle Menschen die vorhandenen Fahrzeuge teilen. Für das gleiche Maß an Mobilität wird es dann nur noch eines Zehntels der heutigen Fahrzeuge bedürfen.

Schritt für Schritt

Weinberger dazu: „Ride-Sharing ist der erste Schritt, um die Menschen heranzuführen, dass man künftig kein eigenes Auto mehr brauchen wird.” Uber strebt an, jede Abholung unter fünf Minuten zu gewährleisten, um Usern eine praktikable Alternative zum eigenen Auto zu bieten.

Zur finanziellen Situation des Konzerns unterstrich Weinberger im Rahmen des Business Breakfast die enormen Investitionen in neue Märkte und die Produktqualität. „Wir haben weltweit sehr viele profitable Städte und damit auch den Beweis für die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells”, so Weinberger abschließend. (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL

Ihr Kommentar zum Thema