HEALTH ECONOMY
Jeder vierte Euro in Wien kommt aus Healthsektor © PantherMedia/lightpoet
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Redaktion 04.09.2020

Jeder vierte Euro in Wien kommt aus Healthsektor

Eine Studie zeigt, dass Gesundheit in Wien 28 Prozent des Regionalprodukts ausmacht. Jetzt wird investiert.

••• Von Martin Rümmele

WIEN. Im Auftrag der Stadt Wien hat Standortanwalt Alexander Biach eine umfassende volkswirtschaftliche Analyse der Gesundheitsbranche in Wien erstellt. Parallel formierte sich in den vergangenen Monaten eine Allianz aus zahlreichen Experten und Stakeholdern, die ein Ziel verfolgt: „Wir wollen Wien als Standort für internationale Spitzenmedizin und als führende Innovationsdrehscheibe in der Gesundheitsbranche etablieren”, sagte Biach am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz mit Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ), dem Wiener Ärztekammerpräsidenten Thomas Szekeres, Praevenire-Präsident Hans Jörg Schelling und der Wiener Obfrau der Österreichischen Gesundheitskasse, Kasia Greco. Weiterer Partner ist die Industriellenvereinigung Wien.

Ergebnis der Studie: Die Gesundheitsbranche trägt mit 26,7 Mrd. € mehr als ein Viertel zur Wiener Volkswirtschaftsleistung bei. Das sind 28% des gesamten Bruttoregionalprodukts. Jeder vierte Wiener Job hängt an der Gesundheitsbranche. In anderen Bundesländern löst die Wiener Gesundheitsbranche weitere Effekte zum Bruttoinlandsprodukt in Höhe von 3,7 Mrd. € aus.

Handel profitiert stark

Wer aber nur an Forschung und Industrie denkt, irrt. Größter Profiteur durch die Wiener Gesundheitswirtschaft ist mit 8,4 Mrd. € Umsatz der Handel.

Neben dem direkten Medizinproduktehandel mit pharmazeutischen, medizinischen und orthopädischen Erzeugnissen löst der Gesundheitssektor mit seinen einkommensstärkeren Beschäftigten am meisten Umsatzeffekte auch in anderen Handelsbranchen wie etwa dem Lebensmittelhandel und dem Textilhandel) aus.
„Gesundheit und Medizin sind die Wachstumsbranchen der kommenden Jahre. Jetzt gilt es, die Infrastruktur auszubauen, jetzt ist es wichtig die internationale Zertifizierungsstelle für Medizinprodukte nach Wien zu bringen”, sagte Biach. Leuchtturmprojekte sind der Ausbau des Vienna Bio Centers, ein neues Technologiezentrum, der Bau des Hanusch-Pavillon 6, das Future Health Lab in Cape-10 und die Weiterentwicklung des Meduni Campus AKH.

Innovationsstrategie

„Spitzenmedizin, leistbarer Zugang zu Pflege- und Gesundheitsdienstleistungen für alle, erfolgreiche Forschung und innovative Unternehmen machen Wien zu einem weltweit führenden Gesundheitsstandort. Damit das so bleibt und unsere Stadt diesen Status weiter ausbauen kann, braucht es starke Partnerschaften und eine zukunftsorientierte Wirtschafts- und Innovationsstrategie. Mit ‚Wien 2030' haben wir gemeinsam mit dem Vienna Economic Council genau das auf den Weg gebracht”, sagte Hanke.

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