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Mehr als 15 Milliarden © Panthermedia.net/Kanuman

Steiermark Der Immobilien­markt in der Grünen Mark läuft in fast allen Landesteilen (vor allem in Graz) „wie geschmiert”; zehn Bezirke melden Steigerungen, nur drei liegen unter den Vorjahreswerten.

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Steiermark Der Immobilien­markt in der Grünen Mark läuft in fast allen Landesteilen (vor allem in Graz) „wie geschmiert”; zehn Bezirke melden Steigerungen, nur drei liegen unter den Vorjahreswerten.

Redaktion 07.09.2018

Mehr als 15 Milliarden

Bei den Immobilienverkäufen im ersten Halbjahr legen Wien, Oberösterreich und die Steiermark am stärksten zu, Salzburg und Burgenland im Minus.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Der Wert der in Österreich gehandelten Immobilien ist im ersten Halbjahr 2018 auf 15,6 Mrd. € gestiegen.

Es gab um +7,6% mehr Immobilienverkäufe als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres und um +74% mehr als noch vor fünf Jahren. Die 2018er-Verkaufszahlen liegen damit bis dato noch über den Rekordwerten von 2016 und 2017 und ganz deutlich über den Werten von 2015 und all den Jahren zuvor.
„Immobilien als ­Investition für den Eigenbedarf sind weiter sehr begehrt”, sagt der Geschäfts­führer von Re/Max Austria, Bern­hard Reikersdorfer. „Auch bei Anlegern erfreuen sich Immobilien mangels fehlender alternativer Geldanlagemöglichkeiten weiter großer Beliebtheit.”
Die nach den Rekordjahren erwartete, leichte Verschnaufpause bei den Immobilienverkäufen lässt somit vorerst weiter auf sich warten – obwohl einzelne regionale Teilmärkte in den Bundesländern durchaus unterschiedlich „ticken”.

Bemerkenswerte Unterschiede

Mengenmäßig signifikant nach oben zeigen die Immobilien-Verkaufszahlen in Wien (+15,0%), der Steiermark (+15,1%), in Oberösterreich (+12,0%) und Vorarlberg (+9,2%). Nach unten gehen sie dagegen im Burgenland (–4,9%) und in Salzburg (–5,4%).

Gemessen an investierten Immobilien-Euros, liegt Vorarlberg bei der Wachstumsrate klar voran: +23,9% nach einem Durchhänger im Vorjahr und auch +13,1% über dem Rekord von 2016. Die Steiermark folgt mit +20,1 und Wien mit +18,3%.
„Zu beobachten ist eine Binnenwanderung aus weniger gut erschlossenen Alpentälern und aus Randlagen der Steiermark, des Burgenlands und Kärntens in die städtischen Ballungszentren bzw. deren Speckgürtel”, erklärt Reikersdorfer.
„Dazu kommt noch der Zuzug aus Deutschland und aus anderen EU-Ländern und natürlich, wenngleich in geringem Umfang, auch von außerhalb.”

Kein Ende abzusehen

Das Immobilienangebot ist nach wie vor gut, die Nachfrage hoch, das Zinsniveau historisch ­niedrig und die Grundstimmung in Wirt­schaft und Bevölkerung positiv.

Reikersdorfers Resümee: „Im Moment passen einfach alle wichtigen Voraussetzungen für einen gut florierenden Immobilienmarkt.”

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