Kartoffelchips im Geschmackstest: Markenprodukte vorne
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RETAIL Redaktion 10.06.2026

Kartoffelchips im Geschmackstest: Markenprodukte vorne

WIEN. Pünktlich zur Fußball-WM hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) zehn im Supermarkt erhältliche gesalzene Kartoffelchips im Rahmen seines Formats „Taste:Check“ testen lassen. Bei der Blindverkostung durch 68 Konsumenten wurden Aussehen, Geruch, Knusprigkeit und Geschmack bewertet. Das Ergebnis: Markenprodukte sichern sich die Spitzenplätze, doch auch Eigenmarken erzielen überwiegend gute Bewertungen.

Insgesamt erhielten acht der zehn getesteten Produkte die Bewertung „gut“, zwei wurden als „durchschnittlich“ eingestuft. An der Spitze liegt Kelly’s, gefolgt von Lorenz und Lay’s. Die Kilopreise dieser Produkte bewegen sich zwischen 16,60 und 19,93 Euro.
Große Preisunterschiede

Die Preisspanne bei den getesteten Chips fällt deutlich aus. Während günstige Eigenmarken bereits für 5,96 Euro pro Kilogramm erhältlich sind und dennoch mit „gut“ bewertet wurden, bildet das teuerste Produkt im Test das Schlusslicht. Die Spar Premium-Chips kosten 21,90 Euro pro Kilogramm und erhielten als eines von zwei Produkten lediglich eine „durchschnittliche“ Bewertung.

„Zu blasse Farbe, ein zu fettiger oder salziger Geschmack wurden in der Verkostung ebenso kritisiert wie ein zu geringer Salzgehalt oder zu dick geschnittene Kartoffelscheiben“, erläutert Projektleiterin Teresa Bauer.

Die Verkostung erfolgte anonym, sodass den Teilnehmern nicht bekannt war, welche Marke sich hinter den jeweiligen Proben verbarg. Zur Neutralisierung des Geschmacks wurden zwischen den Proben Wasser und Apfelscheiben gereicht.

Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht verweist der VKI auf den hohen Fett- und Salzgehalt der Produkte. „Fett und Salz verleihen Knabbersnacks wie Chips zwar Geschmack, aufgrund ihrer Nährwerte sollten sie idealerweise aber nur selten und in Maßen genossen werden“, erinnert VKI-Ernährungswissenschafterin Teresa Bauer. Neun der zehn getesteten Produkte tragen den Nutri-Score D, lediglich die Spar Premium Kartoffelchips erreichen den Nutri-Score C.

Kritisch sieht der VKI zudem die fehlende Transparenz bei der Herkunft der verwendeten Kartoffeln. Da es sich um ein verarbeitetes Produkt handelt, ist eine Herkunftsangabe nicht verpflichtend. „Mehr Transparenz wäre aus Konsumentensicht jedenfalls wünschenswert“, betont Teresa Bauer. „Nicht zuletzt, weil die Verwendung österreichischer Kartoffeln bzw. Erdäpfel für viele Konsument:innen ein wichtiges Kaufargument sein kann.“ (red)

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