WIEN. Mit neuen Regeln für sogenannte E-Mopeds ändern sich ab 1. Oktober in Österreich die Voraussetzungen für bestimmte Fahrzeuge, die bisher dem Fahrradregime zugeordnet waren. Lieferando Österreich begleitet die Umstellung mit einer Kooperation mit dem E-Bike-Anbieter Cycle. Aktive freie Dienstnehmer im Lieferando-Netzwerk erhalten bei Wahl eines Lieferando-gebrandeten Cycle E-Bikes einen Rabatt von 40 Euro pro Monat auf das E-Bike-Abo.
Vergünstigte E-Bikes für Fahrer
Die angebotenen E-Bikes sind für den professionellen Einsatz konzipiert und bieten je nach Modell Reichweiten von bis zu 120 Kilometern. Reparaturen und Wartung sind im Service inkludiert, die Abos können monatlich oder halbjährlich gekündigt werden. Abholstandorte gibt es derzeit in Wien und Graz. Die Nutzung des Angebots ist freiwillig. Fahrer können weiterhin jedes regelkonforme Fahrrad oder E-Bike eines Anbieters ihrer Wahl für Lieferungen nutzen. Der Vertrag für das E-Bike-Abo wird direkt zwischen den Fahrern und Cycle abgeschlossen.
„Fahrer:innen im Lieferando-Netzwerk sind jeden Tag auf Österreichs Straßen unterwegs und ihre Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Mit CYCLE schaffen wir eine konkrete und unkomplizierte Möglichkeit, auf ein regelkonformes E-Bike umzusteigen. Gleichzeitig ist für uns klar: Verkehrssicherheit braucht mehr als neue Regeln. Es braucht Information, praktische Unterstützung und Rahmenbedingungen, die für alle Verkehrsteilnehmer:innen funktionieren. Genau dafür steht unser Grundsatz ‚Safety first. Pizza second‘“, sagt Natascha Mauthner, Geschäftsführerin von Lieferando Österreich.
Die Kooperation ergänzt bestehende Maßnahmen von Lieferando. Das Unternehmen stellt Fahrern bereits kostenlos Helme und Sicherheitsjacken zur Verfügung. Zudem arbeitet Lieferando im Zuge der Straßenverkehrsnovelle mit dem Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur zusammen. Das Ministerium bietet ab Herbst speziell auf Zusteller zugeschnittene Fahrrad- und E-Bike-Verkehrssicherheitstrainings an. Lieferando bewirbt die freiwilligen Trainings über seine Plattform und Kommunikationskanäle und unterstützt die Teilnahme mit 50 Euro pro Kurs. Insgesamt stellt das Unternehmen dafür einen fünfstelligen Betrag zur Verfügung.
Neue Regeln für E-Mopeds
Ab 1. Oktober werden die von der Neuregelung betroffenen E-Mopeds künftig als Kraftfahrzeuge eingestuft und dürfen unter anderem nicht mehr auf Radwegen genutzt werden. Lieferando hat die Herausnahme dieser Fahrzeuge aus dem Fahrradregime bereits im Begutachtungsverfahren zur 36. StVO-Novelle grundsätzlich befürwortet. Gleichzeitig hat das Unternehmen darauf hingewiesen, dass die Neuregelung bestehende Herausforderungen nicht lediglich vom Radweg auf die Straße verlagern dürfe.
Bereits im Begutachtungsverfahren sprach sich Lieferando neben klarer und frühzeitiger Information für Schulungsangebote sowie den weiteren Ausbau der Radinfrastruktur aus. Darüber hinaus setzt sich das Unternehmen für Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung im städtischen Raum und eine breitere Helmpflicht ein.
Dass Verkehrssicherheit für Fahrer eine wichtige Rolle spielt, zeigt laut Lieferando auch der Courier Report 2026. Für mehr als die Hälfte der 331 befragten aktiven Fahrer ist der persönliche Schutz bei Lieferungen demnach ein zentrales Anliegen. Besonders in Wien und Graz werden mehr Sicherheit im Straßenverkehr sowie bessere Park- und Abstellmöglichkeiten als Verbesserungsbereiche genannt. (red)