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Milchwirtschaft will fairen Green Deal © PantherMedia/Nailia Schwarz

Glückliche Kühe kosten mehr als unglückliche – aber wird das auch abgegolten?

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Glückliche Kühe kosten mehr als unglückliche – aber wird das auch abgegolten?

Redaktion N/A

Milchwirtschaft will fairen Green Deal

Österreichische Milchprodukte verfügen oft über einen gediegenen Mehrwert, der nicht unbedingt honoriert wird.

WIEN. Die österreichische Milchwirtschaft weist die beste CO2-Bilanz in der EU auf. Sie verzichtet auf Futtermittel mit problematischen Auswirkungen. Sie produziert seit über zehn Jahren gentechnikfrei. Produktion und Verarbeitung werden mehrfach geprüft und zertifiziert, etwa mit dem AMA-Gütesiegel. Es gilt: All diese Themen werden als gut und richtig erachtet. Aber sie führen zu Mehrkosten und sie können die Wettbewerbsfähigkeit auf offenen Märkten gefährden – nämlich dann, wenn es nicht gelingt, die erhöhten Kosten abzugelten.

Qualität ist nicht billig

„Es ist unumgänglich, dass in einem breiten Kontext eines Green Deals die Herkunft der Produkte klar wird und die höheren Kosten für Qualität und Nachhaltigkeit durch die Einkäufer der Handelsketten und durch einen gut informierten Konsumenten, der über den Mehrwert dieser Produkte informiert wird, eine Abgeltung finden”, fordert daher Helmut Petschar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter. Zudem brauche dieser Weg Budgetvorsorgen und entsprechende Umsetzungsmaßnahmen auf nationaler und EU-Ebene. (red)

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