PERLEN/WIEN. Perlen Papier bringt eine neue Faserflasche des britischen Verpackungstechnologieunternehmens Pulpex auf den österreichischen Markt: Die Flasche wird aus gegossenen Papierfasern hergestellt und soll eine recyclingfähige Alternative zu Verpackungen aus Glas oder Kunststoff bieten. Perlen Papier hält dafür die exklusiven Produktionsrechte in Österreich, Süddeutschland, Italien und der Schweiz.
Faserflasche für Getränke, Lebensmittel und Kosmetik
Der einteilige Flaschenkörper wird im Nassformverfahren aus Zellulosefasern geformt und anschließend getrocknet. Eine dünne, lebensmittelechte und plastikfreie Barriereschicht auf der Innenseite schützt den Inhalt vor Feuchtigkeit und Sauerstoff. Je nach Produkt und Verschluss sind damit Haltbarkeiten von mehr als 24 Monaten möglich. Die Flasche eignet sich unter anderem für Wasser und andere stille Getränke, milchbasierte Produkte, Öle, Wein und Spirituosen sowie Kosmetik- und Körperpflegeprodukte.
Die eingesetzten Fasern stammen aus zertifizierter nachhaltiger Forstwirtschaft oder aus aufbereitetem Altpapier. Nach der 4evergreen-Testmethode von CEPI kann die Faserflasche über bestehende Papierrecyclingströme verarbeitet werden. Laut Perlen Papier liegt ihr CO₂-Fußabdruck in einer Cradle-to-Gate-Betrachtung rund 90 Prozent unter jenem einer vergleichbaren Glasflasche und rund 30 Prozent unter jenem einer PET-Flasche.
Produktion in der Schweiz geplant
Derzeit sind Flaschen mit 300, 500 und 750 ml erhältlich. Weitere Größen von 200 bis 1.000 ml sind geplant. Auch individuelle Formen und Markendesigns sind möglich. Die Flaschen können per Digitaldruck oder Etikettierung gestaltet werden und sind mit gängigen Abfüllverfahren kompatibel.
Florian Geiger, CEO der Perlen Papier AG und der Perlen Industrieholding AG, betont: „Für Markenhersteller und Abfüller in Österreich ist Nachhaltigkeit bei Verpackungen längst kein Zusatznutzen mehr – sie muss mit Produktschutz, Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit zusammengehen. Genau darauf ist die Faserflasche ausgelegt: Sie ist leicht, recycelbar, leistungsfähig und lässt sich in bestehende Abfüllprozesse integrieren. Mit der geplanten Produktion in der Schweiz schaffen wir zudem kurze Wege und können Kunden insbesondere in Österreich künftig direkt aus der Region beliefern.“
Die Faserflaschen von Pulpex sind bereits verfügbar. Perlen Papier prüft zudem, die Flaschen ab Ende 2027 am Standort Perlen im Schweizer Kanton Luzern zu produzieren. Das Unternehmen will damit sein Geschäft mit faserbasierten Verpackungslösungen ausbauen. Neben der Faserflasche investiert die Perlen Industrieholding in weitere Technologien für dreidimensionale Faserverpackungen und nimmt dafür mehrere Anlagen am Standort in Betrieb.
Video-Impression unter https://youtube.com/shorts/YHIX_ZJeBHY (red)