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Rekord zum Schulstart trotz Corona: Österreicher geben pro Kopf 103 Euro und insgesamt 350 Millionen Euro für Geschenke aus Panthermedia.net / Christian Schwier
Panthermedia.net / Christian Schwier

Redaktion 02.09.2020

Rekord zum Schulstart trotz Corona: Österreicher geben pro Kopf 103 Euro und insgesamt 350 Millionen Euro für Geschenke aus

Tiroler, Niederösterreicher & Wiener am ausgabefreudigsten. "Ergobag" beliebteste Schultasche. Öffentliche Meinung zur Maskenpflicht an Schulen gespalten.

WIEN.  Bis zu 300 Euro kostet ein Taferlklassler-Startpaket die Eltern laut aktuellen Erhebungen. Glücklicherweise gibt es Verwandte und Freunde, die den Kindern mit Geschenken den Schulstart verschönern. Der Handelsverband, MindTake Research und idealo.at haben die Ausgaben rund um den Schulbeginn detailliert analysiert. Das Ergebnis: Wie schon in den Vorjahren bleibt der stationäre Fachhandel in Österreich laut Consumer Check die klare Nr. 1, wenn es um den Kauf von Produkten für den Schulstart geht. 61% der befragten Personen decken sich u.a. im Fachgeschäft ihres Vertrauens mit Schulbedarf ein. Supermärkte landen mit 30% auf Platz 2, gefolgt von den Discountern mit 29%.

Ausgaben für Geschenke zum Schulstart wachsen trotz Corona um +8%
"Die stationären Fachhändler und Fachmärkte dürfen sich auch heuer auf den Schulstart freuen. Für sechs von zehn Österreichern ist das Geschäft um‘s Eck erste Wahl, wenn es um den Kauf von Schulsachen geht. Regionalität zählt damit mehr denn je", erklärt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. 2019 landeten die Fachgeschäfte mit 72% ebenfalls unangefochten an der Spitze. "Die durchschnittlichen Ausgaben zum Schulstart werden sich mit 103 Euro im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent erhöhen. Angesichts der Covid-Krise ist diese Steigerung auf den ersten Blick überraschend, andererseits waren die laufenden Ausgaben durch den Lockdown rückläufig. Am spendabelsten sind heuer die Tiroler mit 137 Euro, die Niederösterreicher mit 128 Euro, und die Wiener mit 109 Euro", so Will. 2019 lagen die Ausgaben bundesweit im Schnitt noch bei 95 Euro.

Der eCommerce spielt beim Schulstart nur eine untergeordnete Rolle, die jedoch nicht zu unterschätzen ist – er punktet heuer bei einem Drittel der Konsumenten mit großer Auswahl und günstigen Preisen. "Davon profitieren in erster Linie ausländische Online-Shops sowie globale Marktplätze. Lediglich 9,5% der Konsumenten kaufen zum Schulstart tatsächlich bei heimischen Webshops ein und definieren damit den Marktanteil für ‚local champions‘ im eCommerce Austria", bestätigt Will.

Die Top 5 Geschenke zum Schulstart
Schreibwaren (29%)
Schultasche, Rucksack (23%)
Bekleidung (23%)
Hefte, Mappen, Ordner (21%)
Federpenal, Schüttelpenal (19%)

"Ergobag" drittes Jahr in Folge beliebteste Schultaschen-Brand
Im Rahmen des Schulstart-Consumer Checks wurden auch dieses Jahr wieder einzelne Brands unter die Lupe genommen: "Was die Beliebtheit von einzelnen Schultaschen-Marken auf idealo.at angeht, sind dieses Jahr ‚ergobag‘, ‚Satch‘ und ‚Step by Step‘ die Spitzenreiter“, erläutert Veronika Bahr, Country Managerin von idealo Österreich. Interessant ist auch, dass Schultaschen zwar im August am günstigsten angeboten werden, die meisten Verkäufe allerdings im Februar erfolgen.

Die Top 5 der beliebtesten Schultaschen-Marken in Österreich

Ergobag
Satch
Step by Step
DerDieDas
Herlitz

Die Top 5 der beliebtesten Federpennal-Marken in Österreich sind dieses Jahr
Satch
Depesche
Ergobag
Coocazoo
Herlitz

Im Gegensatz zu Schultaschen sind Federpennale genau in jenem Monat, in dem sie am häufigsten gekauft werden, auch am günstigsten: im August."Zu den beliebtesten Kindermotiven zählen 2020 Pferde, TopModel, Autos, Smileys und Blumen", so Bahr.

Corona: Öffentliche Meinung zur Maskenpflicht an Schulen gespalten
Wie stehen Frau und Herr Österreicher zur viel diskutierten Maskenpflicht für alle Schülerinnen und Schüler an den heimischen Schulen? Hier ist keine einheitliche öffentliche Meinung in Sicht: 23% der Befragten sind aufgrund steigender Fallzahlen absolut für eine Maskenpflicht, 25% hingegen absolut dagegen. Letztere meinen, dies sei den Kindern nicht zumutbar. (red)

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