Hitze und Trockenheit haben die heurige Ernte nicht nur bei Menge und Aussehen beeinflusst. Auch für die Verarbeitung wichtige Eigenschaften wie Protein- und Stärkegehalt können sich verändern.
Pflanzenzüchtung soll daher Sorten hervorbringen, die auch unter extremen Bedingungen möglichst gleichmäßige Rohstoffe liefern und sich gezielt für bestimmte Lebensmittel und Verarbeitungsverfahren eignen.
„Pflanzenzüchtung endet nicht bei Ertrag und Qualität. Moderne Sorten müssen auf dem Feld und in der Lebensmittelverarbeitung bestehen“, sagt Rainer Frank, Obmann von Saatgut Austria. Viele Eigenschaften von Brot, Bier, Speiseöl, Kartoffelprodukten oder pflanzlichen Proteinprodukten hätten ihren Ursprung bereits im Saatgut. Neben Ertrag und Qualität rücke deshalb die Klimafitness der Sorten stärker in den Fokus.
Wie unterschiedlich die Anforderungen sind, zeigt sich bei Kartoffeln: Für Pommes werden längliche und ausreichend große Knollen benötigt, für Chips eher rundliche. Bei Weizen entscheiden unter anderem Proteingehalt, Kleberqualität, Wasseraufnahme und Teigstabilität über die Backeigenschaften. Bei Roggen spielen Stärke und lösliche Ballaststoffe eine zentrale Rolle, während Braugerste für die Verarbeitung möglichst große und gleichmäßige Körner sowie eine hohe Keimfähigkeit liefern soll.
Auch Ölkürbis, Soja und Mais werden gezielt für ihre spätere Verwendung gezüchtet. Beim Ölkürbis stehen etwa Kernertrag und Ölgehalt im Mittelpunkt. Bei Soja unterscheiden sich die Anforderungen für Tofu, Drinks oder fermentierte Produkte, bei Mais jene für Grieß, Cornflakes, Snacks, Stärke oder Popcorn. Ziel sind Rohstoffe, die trotz zunehmend schwieriger klimatischer Bedingungen verlässlich verarbeitet werden können.
Grippe-Impfung läuft holprig an
Sie ist Teil des öffentlichen Impfprogramms und kostenlos erhältlich: die Impfung gegen Influenza. Für die aktuelle Saison wurden insgesamt knapp 1,7 Mio. Dosen bestellt – ein