WIEN. Kaffee zählt in Österreich zu den beliebtesten Alltagsprodukten, mit durchschnittlich rund drei Tassen pro Tag liegt das Land im europäischen Spitzenfeld. Gleichzeitig steht die Branche unter Druck: Klimawandel, schwankende Weltmarktpreise und wirtschaftliche Unsicherheiten im Anbau wirken sich zunehmend auf die Lieferkette aus. Tchibo setzt daher auf ein umfassendes Kaffeeprogramm, das direkte Wirkung im Ursprung erzielen soll.
Mit dem Programm „Coffee2Stay“ investiert das Unternehmen in klimaangepasste Anbaumethoden, höhere Produktivität und bessere Einkommensbedingungen für Kaffeefarmerinnen und -farmer. Ziel ist es, bis 2027 ausschließlich verantwortungsvoll eingekauften Rohkaffee zu beziehen.
„Mit ‘Coffee2Stay’ gehen wir sicher nicht den einfachen Weg, aber jenen mit mehr Wirkung “, sagt Paul Unterluggauer, Geschäftsführer Tchibo Österreich. „Es geht um den direkten Kontakt und maßgeschneiderte Lösungen, die nicht nur Mindeststandards sicherstellen, sondern echte Verbesserungen im Ursprung bewirken.“
Ein Großteil des weltweiten Kaffees ist weiterhin nicht zertifiziert. Tchibo setzt genau dort an und arbeitet an strukturellen Verbesserungen in den Anbauregionen. Dabei steht auch die wirtschaftliche Absicherung der Produzenten im Fokus, um den Kaffeeanbau langfristig attraktiv zu halten.
„Wer heute in hochwertigen Tchibo Kaffee investiert, investiert in die Menschen im Ursprung – und sichert damit die Zukunft dieses Produkts”, so Unterluggauer weiter.
Zwei Jahre nach dem Start umfasst das Programm rund 22.000 Kaffeefarmen in neun Ländern, darunter Brasilien, Honduras, Indonesien, Guatemala, Kenia, Peru, Tansania, Vietnam und Uganda. Aktuell stammen rund 27 Prozent des Rohkaffees aus dem Programm, bis Ende 2026 sollen es 40 Prozent sein, bis 2027 die vollständige Menge.
Langfristig will Tchibo die Zusammenarbeit auf bis zu 80.000 Farmen ausweiten und zusätzliche Ursprungsländer einbinden. Die Maßnahmen werden regelmäßig durch die Organisation Enveritas überprüft, mit Fokus auf tatsächliche Umsetzung und Wirkung vor Ort.
Das Kaffeeprogramm basiert auf vier Grundprinzipien: maßgeschneiderte regionale Programme, Steigerung der Produktivität durch moderne und klimaresiliente Methoden, Partnerschaft auf Augenhöhe mit den Produzenten sowie enge Zusammenarbeit direkt in den Anbauregionen. Ergänzend bietet Tchibo im Kaffeemagazin Einblicke in Lieferketten, Klimarisiken und die Situation der Farmerinnen und Farmer. (red)