WIEN. Die zweite, im Dezember fällige Rate von Agrarinvestitionskrediten könnte österreichweit gestundet und an das Ende der Kreditlaufzeit angehängt werden. Die Landwirte müssten in diesem Fall lediglich die anfallenden Zinsen bezahlen.
Tirols Landeshauptmannstellvertreter und Agrarlandesrat Josef Geisler sieht darin eine kurzfristige Hilfsmaßnahme. Langfristig müsse die Landwirtschaft jedoch widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels werden. Investitionen seien insbesondere bei automatischen Bewässerungssystemen und der Wasserversorgung auf Almen notwendig. Tirol sei bei der aktuellen Dürre im Vergleich zum Osten Österreichs noch „mit einem blauen Auge davongekommen“.
Geisler verwies zugleich auf die zunehmende Preis-Kosten-Schere in der Landwirtschaft und plädierte für den Kauf regionaler Lebensmittel. „Der Griff ins Regal entscheidet immer noch, ob es die Landwirtschaft in Tirol noch gibt.“
Eine wichtige Rolle bei Investitionen spielt der Landeskulturfonds. Er vergibt zinsgünstige Agrarinvestitionskredite etwa für Ställe, Scheunen und Maschinen. Im vergangenen Jahr unterstützte der Fonds 177 Vorhaben und damit so viele wie noch nie. Die durchschnittliche Kredithöhe lag bei 143.000 Euro, am häufigsten wurden Investitionen in Stallbauten finanziert.
2025 erzielte der Landeskulturfonds einen Gewinn von 1,2 Mio. Euro und verwaltete eine Bilanzsumme von 195 Mio. Euro. Davon entfielen 131 Mio. Euro auf Kredite. Laut Geschäftsführer Thomas Danzl hat mittlerweile jeder fünfte aktive bäuerliche Betrieb in Tirol einen Kredit beim Fonds.
ORF stellt tägliches „ZiB Magazin“ mit Jahresende ein
Der ORF stellt mit Jahresende das täglich um kurz nach 20 Uhr ausgestrahlte, vierminütige „ZiB Magazin“ ein. Zuerst berichtete darüber der „Kurier“, der ORF bestätigte die