Sie sind hier

Wofür ÖsterreicherInnen digitale Sprachassistenten nutzen

20
0
Erstellt von Michael Katzlberger on 12/03/2019

Wofür ÖsterreicherInnen digitale Sprachassistenten nutzen

Digitale Sprachassistenten sind auch hierzulande ein Megatrend. Eine Statista-Statistik aus dem Jahr 2018 zeigt die tatsächlich genutzten Funktionen von Voice Assitants in Österreich. 

Noch ist die künstliche Spracherkennung von den Fähigkeiten menschlicher SprecherInnen entfernt, aber in begrenzten Anwendungsdomänen werden bereits erstaunliche Ergebnisse erzielt. Auch wenn so mancher User sich um seine Privatsphäre sorgt, sind offenbar auch viele bereit, sich einen digitalen Assistenten anzuschaffen. Zu verlockend sind die Möglichkeiten, zu verspielt ist der Early Adopter.

Große Fortschritte in der NLP Forschung sorgen dafür, dass die Konversationen mit den Geräten immer menschenähnlicher werden. NLP steht für Natural Language Processing und beschreibt die Fähigkeit von Computern, mit gesprochenem oder geschriebenem Text zu arbeiten. Statt über Apps und Websites werden Kunden künftig also auch über Voice Assistants mit Unternehmen kommunizieren, die mit KI und natürlicher Sprache arbeiten. Die großen westlichen Technologiekonzerne wie Apple, Amazon, Google, Facebook rittern um die Vorherrschaft auf diesem Sektor, da das Segment hohe Gewinne verspricht. 

In der Statistik, die von Mai 2017 bis April 2018 von Statista über eine telefonische Befragung von 2000 Personen ab 15 Jahren durchgeführt wurde, zeigt sich, dass Herr und Frau Österreicher mit ihren persönlichen Dienern in erster Linie Musik hören (66%), Fragen zu Wetter, Sportereignissen stellen (48%) und den Timer stellen (47%). Danach folgen Hörbücher, Radiosender oder Nachrichten abspielen (40%), Informationen zu Waren abfragen (28%) und die Gerätesteuerung (z.B. Licht einschalten) mit 26%.

Voice Assistents sind das Portal in eine neue Welt und ermöglichen auch weniger technologieaffinen Usern einen smarten Zugang zu neuen Produkten und Dienstleistungen, die die Tech-Konzerne über ihre Ökosysteme anbieten. Die Sprachassistenten sind selbstlernend, arbeiten 24/7 und reagieren in Echtzeit auf Anfragen. Sie hören zu, beobachten und erweitern so ihre Datenbasis. Hier kommt der Skaleneffekt ins Spiel. Mit der Aktivierung jedes neuen Geräts steigt die Datenmenge, durch Auswertung dieser Daten werden die KIs immer schlauer. 

Intelligente digitale Diener werden dafür sorgen, dass wir in Zukunft das Handy weniger oft aus der Tasche holen. Denn der Computer wird dann überall sein.