••• Von Alexander Haide
SALZBURG. Stabile Nächtigungen, leicht steigende Umsätze, sinkende Erträge: Die heimische Hotellerie blickt laut aktueller Winterumfrage der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) verhalten auf die kommende Saison. Die 154 befragten Betriebe erwarten bei gleichbleibenden Nächtigungszahlen ein nominelles Umsatzplus von 1,2%, zugleich aber einen Rückgang des Betriebsergebnisses um 1,3%. Nur 62% rechnen mit einem positiven Saisonabschluss.
Hohe Beschäftigungskosten
90% der Hotels geben gestiegene Kosten nicht oder nur teilweise an ihre Gäste weiter. Gleichzeitig erwarten 62% geringere Nebenausgaben, 60% kürzere Aufenthalte und 65% kurzfristigere Buchungen. Als größte Belastung nennen 88% die Beschäftigungskosten, während 69% zusätzliches Personal benötigen oder suchen. „Wir brauchen Mitarbeiter, müssen uns die aber leisten können“, betont ÖHV-Präsident Walter Veit und fordert niedrigere Lohnnebenkosten. Die angespannte Lage bremst auch Investitionen: 40% der Betriebe reduzieren ihre Ausgaben dafür, 42% berichten von erschwertem Kreditzugang. Die ÖHV drängt daher auf Entlastungen und Bürokratieabbau.