Entlastung ist nötig
© ÖHV/Florian Lechner
ÖHV-Präsident Walter Veit: „Die Kosten steigen stärker als der Umsatz, dann fehlt Geld für Investitionen.“
DESTINATION Redaktion 22.10.2026

Entlastung ist nötig

Die Hotels geben höhere Kosten nur zum Teil weiter und halten sich bei Ausgaben zurück, so eine ÖHV-Umfrage.

••• Von Alexander Haide

SALZBURG. Stabile Nächtigungen, leicht steigende Umsätze, sinkende Erträge: Die heimische Hotellerie blickt laut aktueller Winterumfrage der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) verhalten auf die kommende Saison. Die 154 befragten Betriebe erwarten bei gleichbleibenden Nächtigungszahlen ein nominelles Umsatzplus von 1,2%, zugleich aber einen Rückgang des Betriebsergebnisses um 1,3%. Nur 62% rechnen mit einem positiven Saisonabschluss.

Hohe Beschäftigungskosten
90% der Hotels geben gestiegene Kosten nicht oder nur teilweise an ihre Gäste weiter. Gleichzeitig erwarten 62% geringere Nebenausgaben, 60% kürzere Aufenthalte und 65% kurzfristigere Buchungen. Als größte Belastung nennen 88% die Beschäftigungskosten, während 69% zusätzliches Personal benötigen oder suchen. „Wir brauchen Mitarbeiter, müssen uns die aber leisten können“, betont ÖHV-Präsident Walter Veit und fordert niedrigere Lohnnebenkosten. Die angespannte Lage bremst auch Investitionen: 40% der Betriebe reduzieren ihre Ausgaben dafür, 42% berichten von erschwertem Kreditzugang. Die ÖHV drängt daher auf Entlastungen und Bürokratieabbau.

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