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© Grand Hotel Wien (2)

Celine Fuhrmann-Auersperg Im März 2018 wurde das Grand Hotel mit der Rezertifizierung durch Green Globe (greenglobe.com) ausgezeichnet.

Redaktion 28.09.2018

Auch die Hotellerie wird „grüner”

Warum ressourcenorientiertes Wirtschaften wichtiger wird, erzählt Celine Fuhrmann-Auersperg, Grand Hotel Wien.

WIEN. Ein Gespräch mit Celine Fuhrmann-Auersperg, Director of PR & Communications Grand Hotel Wien, über den Trend zur „grünen” Hotellerie.

medianet:
Achten Reisende überhaupt auf das ‚grüne' Engagement eines Hauses?
Celine Fuhrmann-Auersperg: Ja, das nachweisbare Engagement im Bereich des ressourcenorientierten Wirtschaftens wird in der Unternehmenswelt immer wichtiger. Vor allem die jüngere Zielgruppe achtet immer mehr darauf, auch weil diese Zielgruppe sehr stark mit diesen Themen aufwächst. Auch bei großen internationalen Firmen, die weltweit agieren, ist Nachhaltigkeit oft ein Thema.

medianet:
Welche Programme gelten als vertrauenswürdig?
Fuhrmann-Auersperg: Es gibt mehrere, wir haben uns für das internationale Programm Green Globe entschieden.

 

medianet: … und welche Aktivitäten hat das Grand Hotel Wien diesbezüglich schon gesetzt?
Fuhrmann-Auersperg: Handtücher und Bettwäsche werden nicht mehr automatisch täglich gewechselt, und wir haben sehr viel auf LED umgestellt. Letztes Jahr stand das ressourcenorientierte Wirtschaften sehr im Vordergrund. Eine Kältemaschine zur Energieeinsparung wurde implementiert, und unsere Drucker auf SW und doppelseitig umgestellt.

Ganz besonders stolz ist das Grand Hotel auf das Nachhaltigkeitsprojekt rund um die Bienenstöcke am Dach. Die Stöcke werden laufend aufgestockt. Wir gewinnen dadurch 280 Kilo Honig, der den Gesamtjahresbedarf des Hotels deckt. Der Honig wird beim Frühstück angeboten und auch an Gäste verkauft.
Für 2018 wurden weitere Ziele definiert, darunter eine neue Warmwasserpumpe für die Zimmer zwecks Energieeinsparung, elektrische Händetrockner anstelle von Papiertüchern in den öffentlichen Toiletten, LED-Beleuchtung in den Hotelgängen und den Lustern in den Zimmern.
Als Information für die Gäste wollen wir das Thema auch auf unserer Website aufgreifen und den Besuchern Möglichkeiten geben, den CO2-Verbrauch ihrer Reise zu errechnen und auf Wunsch zu kompensieren. Geplant sind weiters eine Reduktion der Verpackungen – hier sind wir in Diskussion mit unseren Lieferanten – und weitere Schritte zum Thema Mülltrennung im gesamten Haus.


medianet:
Wird Nachhaltigkeit von der Reiseindustrie honoriert, etwa seitens der großen Veranstalter oder der Bewertungsportale?
Fuhrmann-Auersperg: Das Thema ist immer stärker im Kommen. Vielleicht ist es jetzt noch nicht so ausschlaggebend, aber es kann in jedem Fall bei Entscheidungen das Zünglein an der Waage sein. (sb)

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