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© ÖBB/Harald Eisenberger

georg biron 22.05.2015

Rail Tours weiterhin bestens auf Schiene

Bahnreisen Das neue Umweltbewusstsein sowie der Verzicht auf Reisen mit dem eigenen Auto und die ökologisch sinnvoll vernetzte Mobilität helfen ÖBB Rail Tours derzeit sehr stark beim Erreichen der strategischen Ziele.

Wien. Das Geschäftsjahr 2014 startete sehr zäh, und ÖBB Rail Tours Geschäftsführerin Eva Buzzi verrät im medianet-Gespräch, dass sie im ersten Quartal bereits an „unserem Geschäftsmodell” zu zweifeln begann und die allgemein gebräuliche Ausrede aufs schlechte Wetter nicht gelten lassen wollte.

Doch dann nahm das Geschäftsjahr 2014 auf einmal gründlich Fahrt auf, und am Ende konnte Buzzi im Vergleich zu 2013 ein „Plus von sieben Prozent und damit das stärkste Jahr in der Geschichte von ÖBB Rail Tours” verbuchen. Und auch das erste Quartal 2015 brachte bereits einen Zuwachs von zehn Prozent.

Markenpolitische Strategie

Buzzi und ihr Team agieren jetzt in einem großzügigen Büro am neuen Hauptbahnhof Wien: „Die deutlich sichtbare starke Marke ÖBB hilft uns sehr, denn das moderne Image und der Erfolg des Unternehmens rücken auch die Tochter in ein positives Licht.”
Seit 1987 war ÖBB Rail Tours als Anbieter für Bahnreisen auf dem heimischen Markt eigenständig vertreten und hielt zur Marke ÖBB eher Distanz. Schließlich kam es zur Neupositionierung der Markenlandschaft der ÖBB, im Zuge derer auch die alte Traditionsmarke Rail Tours Austria in ÖBB Rail Tours mutiert wurde.
„Ich sage es heute ehrlich: Ich war damals dagegen, die eingeführte Marke näher an die ÖBB heranzurücken”, so Buzzi. „Doch die Entwicklung zeigt, dass ich falsch lag. Das war markenpolitisch eine richtige Maßnahme, die unsere Existenz gesichert hat.”
Auch das neue Umweltbewusstsein sowie der gezielte Verzicht auf Reisen mit dem eigenen Auto und die ökologisch sinnvolle vernetzte Mobiliät helfen dem Unternehmen derzeit sehr stark bei dem Erreichen von strategischen Zielen.

Lernen von den Touristen

„Nicht nur die Österreicher nützen verstärkt ÖBB Rail Tours-Angebote”, so Buzzi. „Vor allem auch internationale Touristen, die ohne Auto nach Wien kommen, nehmen sich heute keinen Mietwagen mehr, sondern machen Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten mit der Bahn.”
Z.B. das „Wachau Ticket” bietet ab 40 € einen Tagesausflug mit einem Mix aus moderner Bahnfahrt und romantischer Schiffsreise. Dieses Angebot ist etwa bei Amerikanern sehr beliebt – und wird mit gezielter Werbung jetzt auch den österreichischen Ausflüglern erfolgreich verkauft.

Smartphone als Reiseplaner

„Mit dem ‚neuen Biedermeier' ist die Regionalität stark geworden – und damit auch der Trend zu Ausflügen in die nähere Umgebung”, so Buzzi. „Außerdem verzichten immer mehr junge Menschen aus dem urbanen Bereich aufs Autofahren. Denen ist das Smartphone als Fenster zur Welt viel wichtiger – und dort können wir sie mit unseren individuellen, preislich attraktiven Angeboten abholen.”
Sehr beliebt sind die Sommerreise-Packages „BahnCity-Hit”, mit denen man ab 59 € die Städte Europas kennenlernen kann.
Als Highlight des heurigen Jahres kristallisieren sich Pakete in der tschechische Hauptstadt Prag heraus, was ursächlich mit der neuen idealen Verbindung mit dem railjet zu tun hat.

Mit der Bahn zum Event

Aber auch die Landesgartenschau in Bad Ischl, das Jubiläum „150 Jahre Wiener Ringstraße”, die Wikinger-Ausstellung auf der Schallaburg oder das Formel1- Rennen in Spielberg bieten für Buzzi „wunderbare Gelegenheiten, um starke Pakete zu schnüren”.

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