HEALTH ECONOMY
© Land Vorarlberg / D.Mathis

Spitalslandesrätin Martina Rüscher (4.v.l.) verkündete eine breite Zusammenarbeit der Vorarlberger Krankenhäuser.

Redaktion 27.05.2022

Neuer Campus

Alle sieben Spitäler Vorarlbergs werden gebündelt und bleiben mit Schwerpunkten bestehen.

••• Von Martin Rümmele

DORNBIRN / FELDKIRCH. Die sechs Vorarlberger Landeskrankenhäuser und das Dornbirner Stadtspital sollen künftig als „Spitalscampus Vorarlberg” noch intensiver zusammenarbeiten. Ein Aktionsplan soll laut Landesrätin Martina Rüscher (ÖVP) der Start für einen umfassenden weiteren Prozess unter Einbeziehung der Mitarbeitenden bilden. Alle sieben Spitäler sollen bestehen bleiben und jeweils mit Schwerpunkten ausgestattet werden.

Durch das Setzen dieser Schwerpunkte würden Expertise, Erfahrung und Ausrüstung für bestimmte Spezialgebiete gebündelt und dadurch auch Mittel viel effizienter eingesetzt, sagte Rüscher. Für das Rekrutieren und Halten von Fachpersonal sei es von Vorteil, wenn durch eine noch engere Kooperation der Standorte ein größerer Mitarbeiterpool und damit attraktivere Dienstplanungsmöglichkeiten sowie bessere Ausbildungsmöglichkeiten entstehen, erklärte die Gesundheitslandesrätin. Zu diesem Zweck sollen auch die derzeit drei Krankenpflegeschulen des Landes als „Ausbildungszentrum Gesundheit” gebündelt werden und etwa einen gemeinsamen Bewerbungsprozess erhalten. Neu hinzukommen soll die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz (OTA). Ein Stipendienmodell für den Pflegebereich ist in Vorbereitung.

Pandemie förderte Vertrauen

Der Direktor der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG), Gerald Fleisch, sprach vom Beginn einer neuen Ära. Der Aktionsplan sei der Startschuss für einen umfassenden Beteiligungsprozess. In der Pandemie habe sich zwischen den Häusern ein Vertrauen gebildet, das in der geplanten Zusammenarbeit eine große Rolle spiele. Auch Bertram Ladner, Pflegedirektor am Krankenhaus Dornbirn, begrüßte die Pläne.

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