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Redaktion 17.04.2024

Die Höhepunkte der Screenforce Academy 2024

Drei Tage lang bot die Screenforce Academy Studierenden, Berufs- und Quereinsteigern einen umfassenden Einblick in die deutschsprachige Medienbranche.

KÖLN / WIEN. Unter dem Motto „Backstage Total Video – Behind the Scenes of all Screens” versammelten sich bei der Frühjahrsedition der Screenforce Academy, von 9. bis 11. April 2024, Branchenexperten, um praxisnahe Einblicke in die deutschsprachige Medienlandschaft zu gewähren. Angefangen bei kompakten Keynotes über spannende Cases bis hin zu informativen Talks bot das digitale, von Viviane Geppert moderierte Live-Event eine umfassende Palette an Inhalten aus den Bereichen Journalismus, TV-Shows, Sport- und Entertainment-Produktionen sowie Mediaplanung und Vermarktung.

„Von der Herausforderung, verlässliche Nachrichten in Zeiten von KI und Fake News zu liefern, bis hin zur revolutionären Nutzung von Technologien wie Kryptografie und Blockchain zur Authentifizierung von Inhalten: Die Screenforce Academy hat gezeigt, dass die Zukunft des Bildschirm-Entertainments vor allem von Transparenz und verantwortungsbewusster Medienkompetenz geprägt sein wird. Auch verdeutlichen die Entwicklung zeitgemäßer Nachrichtenangebote für die Generation Z sowie die Produktion erfolgreicher TV-Formate, dass unsere Branche in ständigem Wandel begriffen ist und es kreative Lösungen braucht, um den Anforderungen eines breiten Publikums gerecht zu werden“, so Screenforce-Österreich-Sprecher Walter Zinggl (IP Österreich).

„In den letzten Jahren verorten wir einen wachsenden Wissenshunger rund um das Thema Total Video in seiner gesamten Vielfalt. Um das Ausbildungsprogramm für Total Video daher auf ein neues Level zu heben, entwickeln wir auf Basis des Erfolgs der Screenforce Academy nun auch die Screenforce Academy Masterclass. Die technologische Entwicklung des Mediums verlangt nach qualitativ hochwertiger Weiterbildung, um maximal von seinen Stärken auf allen Verbreitungs- und Konsumkanälen zu profitieren“, kündigt Vanessa Helm, Leiterin der Screenforce Academy, an.

Türsteher der Information – Nachrichten im Kampf gegen Künstliche Intelligenz und Fake News
Die Herausforderungen in der aktuellen Berichterstattung sind für private und öffentlich-rechtliche Broadcaster gleich, um verlässlich geprüfte News auf den Screen zu bringen. Unterschiede gäbe es teilweise in der Gewichtung der Inhalte, berichtet „Newstime“-Moderatorin Angela van Brakel (Sat.1). Die Themenauswahl für einzelne Sender vergleicht sie mit der Aufgabe eines Türstehers, um Relevanz und Ausgewogenheit für die Zuschauer zu schaffen. Die Sicherheitsschleifen ziehen sich durch Regie, Produktion und Redaktion, um Inhalte auf Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Das selbstbewusste Auftreten der Redaktion ist die Voraussetzung, um Meinungsvielfalt abzubilden. „Wir berichten mit Distanz und Ausgewogenheit über Politik, wir machen keine Politik“, unterstreicht die Anchorwoman. Um der Politikverdrossenheit entgegenzuwirken, sind Broadcaster gefordert – beispielsweise durch besondere Settings – Interesse zu wecken. Etwa das Sommergespräch mit Bundeskanzler Olaf Scholz auf einem Solarboot durch Berlin oder der Besuch einer Ausstellung mit Karikaturen seiner selbst mit Friedrich Merz.

In der Kriegsberichterstattung stellt die Manipulation von Nachrichten durch beide Parteien eine zusätzliche Herausforderung dar, zumal Meldungen häufig nicht verifizierbar sind und der eigenen Propaganda dienen

„Konflikte werden nicht nur am Kriegsfeld, sondern parallel auf Social Media ausgetragen“, ist van Brakel überzeugt.

Im Superwahljahr nehmen Fake News besorgniserregende Ausmaße an, die hohe Ressourcen im Fakten- und Quellencheck erfordern. Es komme zu einem technologischen Wettrüsten zwischen Faktencheckern und Publizisten von Fake News, um Fake News zu entlarven. Eine gesunde Grundskepsis sollte allen Inhalten auf sozialen Medien entgegengebracht werden. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der News-Berichterstattung ist beschränkt. „KI hinterfragt nicht, kann nicht einordnen und verfügt über keinen journalistischen Geist und Kreativität“, zeigt van Brakel den derzeitigen Stand auf.

Kryptografie und Blockchain für mehr Echtheit
„Desinformation und Manipulation sind Teil der gesamten Medienhistorie“, ist Wolfgang Kerler (Thinktank Mediennetzwerk Bayern, 1E9) überzeugt. Am Beispiel von Fake-Anrufen mit der Stimme von US-Präsident Joe Biden zeigt er auf, wie manipulierte Inhalte die Grenzen des klassischen Mediums überschreiten. Content-Authentifizierung digitaler Inhalte bietet eine Möglichkeit zur Verifizierung und ist mit der Provenienzforschung am Kunstmarkt vergleichbar. Dabei werden Medieninhalte mit einem digitalen Fingerabdruck des Urhebers signiert. Durch einen kryptografischen Hashwert lässt sich eine nachträgliche Manipulation feststellen. Ebenso können unterschiedliche Versionen eines Bildes im Bearbeitungsprozess miteinander verglichen werden. Alle Daten werden dezentral auf der Blockchain gesichert, wodurch Fälschungen nahezu unmöglich werden. Sämtliche Informationen zu einem Bild sind dadurch für die User abrufbar, denen die Entscheidung über die Vertrauenswürdigkeit der Quelle überlassen bleibt. „Trotz aller Tools zur Verifizierung braucht es eine neue Medienkompetenz, um die Funktion von Künstlicher Intelligenz zu verstehen und offen für den kritischen Umgang mit Inhalten zu bleiben“, fasst Kerler zusammen.

Generation TikTok – So informieren sich junge Menschen 2024
 „Junge Menschen ziehen immer öfter Social Media den klassischen Medien vor, ein Bereich, in dem es an grundlegender Nachrichtenkompetenz mangelt“, erklärt Vanessa Bitter, Projektleiterin des „Jahr der Nachricht 2024“. Dieser Mangel führt zu Desinformation, die sich „dank der Reichweite von Social Media schnell und mühelos verbreiten lässt“.

Um diesem Trend entgegenzuwirken, hebt Bitter die Bedeutung von Qualitätsjournalismus hervor, der sich durch „Objektivität und Unabhängigkeit, Genauigkeit, ethische Richtlinien und Transparenz“ auszeichnet. #UseTheNews, eine Initiative zur Förderung der Nachrichtenkompetenz bei Jugendlichen, bietet neue Formate wie Social News Daily und organisiert Newscamps, um junge Menschen in den kritischen Umgang mit Medien einzuführen. Bitter betont, dass es wichtig ist, „immer kritisch zu hinterfragen“ und auf Warnsignale wie „emotionale Sprache“ oder „reißerisch formulierte Inhalte“ zu achten, um Fake News zu identifizieren.

Zudem werden durch die Initiative „Jahr der Nachricht 2024“ Modellprojekte an Schulen umgesetzt, die junge Menschen und Journalisten auf Augenhöhe zusammenbringen, um gemeinsam an journalistischen Projekten zu arbeiten. Die Projekte dienen nicht nur der Vermittlung von Medienkompetenz, sondern auch dem Aufbau von Vertrauen in journalistische Arbeit. Bitters Aussage, dass „junge Menschen teilweise ausschließlich über Social Media konsumieren“, unterstreicht die Dringlichkeit, adäquate Bildungsangebote zu schaffen, die die Generation Z erreichen und für einen informierten Umgang mit Nachrichten und Informationen sensibilisieren.

Let´s Dance: Tanz als Erfolgsrezept
„Let's Dance“ hat sich seit seinem Start im Jahr 2006 als eine einzigartige Live-Show fest im Freitagabendprogramm etabliert. Stefanie Frebel und Jan-Philipp Scherz, die Executive Producer von RTL Deutschland und Seapoint, betonen die Wichtigkeit, die Show stetig zu erneuern, während sie gleichzeitig den Zuschauern ein Gefühl der Vertrautheit und Beständigkeit vermittelt: „In 17 Staffeln haben wir 183 reguläre Folgen und zahlreiche Special Shows produziert“, so Frebel. „Elf Jahre mit dem gleichen Jury-Team und sechs Jahre mit dem gleichen Moderatorenteam stärken die Langzeitpräsenz des Formats enorm“, ergänzt Scherz.

Die Quotenentwicklung spricht für sich: „Nach aktuellem Stand liegen wir auf Bestwert, sogar besser als in der ersten Staffel 2006“, so Scherz. Das Geheimnis hinter dem anhaltenden Erfolg von „Let's Dance“ liegt in der Fähigkeit der Show, die Grenzen des Fernsehens neu zu definieren und das Tanzparkett zum Wohnzimmer der Zuschauer werden zu lassen. Diese Strategie fördert eine tiefgreifende Verbindung zwischen der Show und ihrem Publikum. Wie Scherz betont, wird die Authentizität und Dynamik dieser vor allem durch die persönlichen Geschichten der teilnehmenden Prominenten, die sie mit jedem Auftritt selbst erzählen, bereichert. „Die Kombination aus persönlicher Berührung, Hingabe zur Echtheit und ständiger Erneuerung sichert ‚Let's Dance‘ nicht nur eine treue Zuschauerschaft, sondern konsolidiert seine Stellung als leuchtender Stern am deutschen Fernsehhimmel."

Sport1 – Vorreiter für den Frauenfußball
Im Bestreben, den Frauenfußball weiter voranzutreiben, engagiert sich Sport1 als starker Medienpartner des DFB nachhaltig für die Sichtbarkeit des Sports auf allen Kanälen. Der klare Fokus des Senders liegt darauf, die Frauen-Bundesliga zu stärken und das Montagabendspiel als festen Prime-Time-Sendeplatz zu etablieren. Und das mit großem Erfolg: Mit einer Netto-Reichweite von 8,8 Millionen Zuschauern verzeichnet die Übertragung der Eurosport-Saison 2023/24 eine bemerkenswerte Reichweitensteigerung von 80 Prozent im Vergleich zur Saison 2022/23. „Frauenfußball ist attraktiv, authentisch, reichweitenstark – und gekommen, um zu bleiben“, betont Sport1-Moderatorin Lili Engels.

Zudem engagiert sich Sport1 mit der Initiative #FrauenFuerFußball über den Spielfeldrand hinaus für eine nachhaltige Nachwuchsförderung. Ziel der Bewegung ist es, Diversität, Inklusion und Female Empowerment nachhaltig zu fördern und den Fußball als verbindendes Element zu positionieren – unabhängig vom Geschlecht. 50 Prozent der Einnahmen gehen daher an Organisationen wie unter anderem „Mädchen an den Ball“ und „Kickin!“. Auch namhafte Partner wie Volkswagen, Uhlsport und das Internationale Fußball Institut (IFI) nutzen die Gelegenheit, um zu demonstrieren, wo der Frauenfußball einmal stehen soll.

„Es ist wichtig, Haltung zu zeigen – vor allem in Zeiten wie diesen“, so Susanne Schmoll, Teamlead B2B Marketing bei Sport1. „Die Zukunft des Frauenfußballs hängt von kontinuierlicher Sichtbarkeit und Unterstützung ab, auch abseits des Montagabendspiels.“

NFL-Unterhaltung mit RTL und Enkime
Die NFL steht für eine einzigartige Mischung aus Sport, Spektakel und Show, die beste Unterhaltung bietet. Dank der exklusiven Free-TV-Rechte bis 2028 bietet RTL Deutschland den idealen Rahmen dafür – und das mit voller Gestaltungsfreiheit. Denn trotz einer eigenen Zentrale der NFL, die Medienhäuser am Spieltag laufend mit aktuellen Informationen versorgt, behält der Sender die volle Kontrolle über die Zusammenstellung seines Programms. Ein Blick auf die Reichweite am Sonntagabend zeigt dabei deutlich: Die Ausstrahlung der NFL-Spiele senkt den Altersdurchschnitt spürbar.

„Insbesondere die Beziehung von Popstar Taylor Swift und Kansas City Chiefs-Spieler Travis Kelce trägt dazu bei, das Interesse junger Zuschauer zu wecken“, so RTL Deutschland-Community Host NFL Mitja Lafare.

Während RTL Deutschland für die lineare NFL-Berichterstattung verantwortlich ist, hat es sich Enkime zum Ziel gemacht, neue Rezipienten zu erschließen und präsentiert auf dem offiziellen TikTok-Account der Liga einen bunten Strauß an Content: Von Backstage-Einblicken über Interviews mit Top-Spielern bis hin zu Erklärvideos – das vielfältige Angebot der Agentur spricht sowohl junge Männer als auch Frauen gleichermaßen an. Die Zielgruppe: Zuschauer, welche bisher wenig Berührungspunkte mit der NFL hatten, jedoch sport- oder entertainmentaffin sind. Um diese abzuholen, sei vor allem der Moment entscheidend, erklärt Maximilian Wolf, Head of Business Development bei Enkime. Es gilt, zum Zeitpunkt des Spielstarts relevante Inhalte zu liefern, um die Suchanfragen zu bedienen und das Interesse zu fördern.
100 Prozent digital fernsehen mit Pluto TV

Zum zehnjährigen Firmenjubiläum kann Pluto TV mit beeindruckenden Zahlen aufwarten: Über eine Milliarde US-Dollar an globalen Werbeeinnahmen sowie 80 Millionen Nutzer positionieren das Streamingportal als weltweit führenden FAST (Free Ad-Supported Streaming TV) Service. Das Angebot umfasst dabei mehr als 200 kostenlose originale und markeneigene Kanäle, die in über 35 Ländern verfügbar sind. Hinzu kommen tausende Filme und Fernsehsendungen, die für ein abwechslungsreiches Unterhaltungserlebnis sorgen. Möglich macht dies vor allem eine Werbestruktur, welche Anzeigen zwar effektiv platziert, das Nutzererlebnis jedoch nicht beeinträchtigt. „Der Grund, warum die Plattform von Zuschauern geliebt und von Werbetreibenden geschätzt wird“, fasst Olivier Jollet, Executive Vice President und International General Manager von Pluto TV, zusammen.

Werbeformen auf Pluto TV umfassen unter anderem Pre-Roll-Anzeigen, Premium-Platzierungen und Mid-Roll-Anzeigen. Buchungen können sowohl direkt (IO) als auch programmatisch erfolgen, um den Bedürfnissen der Werbetreibenden gerecht zu werden. Darüber hinaus bietet Pluto TV Sonderwerbemittel wie Channel-Sponsoring, Sponsored Branded Channels und A-Positionen im Anzeigenblock.

„Das Mediennutzungsverhalten ändert sich stetig: Was früher nur über lineares TV erfolgt ist, ist heute über unterschiedliche Wege, Endgeräte und Plattformen nutzbar. Für uns ist es dadurch möglich, die Reichweite noch skalierbarer, noch größer zu machen“, erklärt Michael Möller, Chief Technology Officer bei VISOON VIDEO IMPACT, und unterstreicht damit die fortschreitende Entwicklung und Anpassung von Pluto TV an die sich verändernden Bedürfnisse der Zuschauer und Werbetreibenden.

Publicis Media – Exklusive Einblicke in eine facettenreiche Arbeitswelt
In den vergangenen Jahren hat sich die Medienbranche dramatisch verändert, angetrieben von technologischen Fortschritten sowie sich wandelnden Konsumgewohnheiten. In einem faszinierenden Einblick in die dynamische Branche betont Robert Bündge, Managing Partner bei Publicis Media Deutschland, insbesondere die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Bereich Media – und geht auf die enge Verzahnung zwischen Mensch und Technologie sowie die Notwendigkeit einer kooperativen Zusammenarbeit ein.

„Es gibt kein ‚Mensch oder Maschine‘, sondern vielmehr ein gegenseitiges Miteinander. Denn Künstliche Intelligenz kann nie alleine den ganzen Job machen – KI-Tools müssen immer von Menschen überwacht werden und sind somit dringend auf Humanintelligenz angewiesen“, ist sich der Experte sicher.

In einer sich stetig wandelnden Welt fungiert Werbung unter anderem auch als Spiegelbild gesellschaftlicher Entwicklungen. Angesichts der aktuellen Polarisierung vieler Themen scheuen viele Werbeunternehmen jedoch davor zurück, kontroverse Ansichten zu vertreten. Die Idee, dass Werbung in Zeiten der Spaltung daher vor allem das Vereinende statt das Trennende betonen sollte, wie es beispielsweise die Telekom-Kampagne gegen Hass im Netz tut, sei Bündge zufolge lobenswert. Allerdings bestünde durch eine übermäßige Nutzung dieser Werbestrategie die Gefahr, dass wichtige Botschaften durch zu häufige Wiederholung an Glaubwürdigkeit verlieren oder ihre Wirkung verfehlen. Am Ende des Tages dürfe Werbung nicht überhöht werden, denn sie sei vor allem eines: Ein Mittel zum kommerziellen Erfolg.

Warm-Upper im Rampenlicht
Im Scheinwerferlicht der TV-Produktionen steht oft eine Figur im Hintergrund, die jedoch eine entscheidende Rolle spielt: Der Warm-Upper. Christian Oberfuchshuber, der bekannteste seiner Zunft in Deutschland, füllt nicht nur die Lücken zwischen den Takes mit Leben, sondern gibt ganzen Produktionen eine mitreißende Energie. Denn entgegen geläufiger Meinung ist ein Warm-Upper nicht nur zu Beginn einer Show oder eines Konzerts, sondern auch währenddessen und in den Pausen vor Ort präsent. Von den wenigen neun Warm-Uppern in ganz Deutschland, die diese Tätigkeit hauptberuflich ausüben, wird daher erwartet, dass sie nicht nur das obligatorische Standardprogramm beherrschen, sondern auch spontan reagieren können.

Für Oberfuchshuber bedeutet das vor allem, flexibel auf das Publikum einzugehen: „Man hat sein Standardrepertoire und dann gibt es verschiedene Schubladen, die man situationsabhängig bestücken kann“, sagt er. Am meisten Freude bereiten ihm Shows, bei denen das Publikum freiwillig teilnimmt und er so richtig für Stimmung sorgen kann. Doch trotz aller Vorbereitung läuft nicht immer alles perfekt – Pannen gehören dazu, und es ist unmöglich, es jedem recht zu machen. In Deutschland seien die Zuschauer im Allgemeinen jedoch gut zu begeistern. Ob in Hamburg, Berlin, München oder sogar in Chemnitz – überall lassen sie sich mitreißen. Besonders offen für gute Stimmung sind die Kölner.
Die Kunst, nachhaltigen Content für junge Zuschauer zu produzieren

Als treibende Kraft hinter erfolgreichen Formaten wie „Spotlight” (Paramount+), „Irgendwas mit Medien” (ARD Mediathek, MDR), „Even Closer – Hautnah” (RTL+) und der neu entwickelten GZSZ-Kids-Serie (Super RTL) versteht Helga Löbel die Bedürfnisse und Vorlieben von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wie kaum jemand sonst. Als Produzentin betrachtet sie sich als Geschichtenerzählerin, die die Zuschauer am metaphorischen Lagerfeuer abholt. Dabei spiele vor allem die Fähigkeit, polarisierende und emotional berührende Inhalte zu vermitteln, eine entscheidende Rolle. „Das Thema kann so relevant sein, wie es möchte – wenn die Emotionen fehlen, sind die Zuschauer nicht dabei”, erklärt Löbel.

In Hinblick auf Kids- sowie Young Adult-Content ist es außerdem von großer Wichtigkeit, der Zielgruppe auf Augenhöhe zu begegnen, ihre Sorgen und Probleme ernst zu nehmen. Themen wie Nachhaltigkeit und aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wie Krieg dürfen dabei nicht ausgespart werden. Damit geht eine immense Verantwortung einher, derer sich alle Beteiligten stets bewusst sind. Marktforschung spielt daher eine wichtige Rolle im Schaffensprozess – unmittelbares Feedback über Social Media ermöglicht es zudem, ungefilterte Reaktionen der Zuschauer zu erhalten. Angesichts dieser Herausforderungen betont Löbel mit Nachdruck: „Produktionen sind ein Marathon, der von der Idee und Konzeption bis zur Umsetzung viel Zeit und Engagement erfordert.”

Von Micky Maus zu Disney+: Ein Jahrhundert an der Spitze der Unterhaltung
The Walt Disney Company ist und bleibt der Vorreiter in der Unterhaltungsindustrie. Während ihres 100-jährigen Jubiläums blickt die Firma nicht nur auf eine beeindruckende Vergangenheit zurück, die symbolisch „mit einer Maus anfing“, sondern stellt sich auch proaktiv den bevorstehenden Herausforderungen und Möglichkeiten. Eun-Kyung Park, Country Managerin von The Walt Disney Company in der DACH-Region, gibt Einblicke in die Philosophie und Strategien, die Disney zu einem weltweit gefeierten und einflussreichen Unterhaltungsgiganten gemacht haben.

Der Erfolg von Disney beruht Park zufolge auf einer ausgewogenen Mischung aus Tradition und Innovation. Durch das Engagement für qualitativ hochwertiges Storytelling, konsequenten Qualitätsanspruch und fortlaufende Innovation gelingt es Disney, Fans weltweit zu faszinieren und an die Marke zu binden. Mit einer globalen Belegschaft von 220.000 Mitarbeitern, einschließlich 350 in München, zeigt Disney, dass der Grundsatz „Local knows best” tief in der Unternehmensphilosophie verankert ist und so ein freies Arbeiten ermöglicht. Die Marke, die über ein Jahrhundert alt ist, verdankt ihre Langlebigkeit nicht nur ihrem Qualitätsanspruch und ihren Kernwerten, sondern auch „ihrer Fähigkeit, sich dynamisch weiterzuentwickeln und an verändernde Zeiten anzupassen.“

Über strategische Partnerschaften und Preisdifferenzierung bei der Streaming Plattform Disney+ werden Inhalte einem breiteren Publikum zugänglich gemacht, wobei stets der Anspruch verfolgt wird, reine Unterhaltung höchster Qualität für die gesamte Familie zu bieten – frei von politischen Aussagen. Disney zeigt damit eindrucksvoll, dass ein Unternehmen durch die gelungene Balance der Wahrung seiner grundlegenden Werte sowie einer kontinuierlichen Innovationsbereitschaft auch über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren an der Spitze der sich stetig wandelnden Unterhaltungsindustrie bleiben kann.

Wavemaker Germany: Wie KI die Zukunft der Mediaagenturen gestaltet
In der dynamischen Welt der Mediaplanung und -strategie spielt Künstliche Intelligenz (KI) eine immer bedeutendere Rolle, wie Wavemaker Germany, eine der führenden Mediaagenturen im Land und Teil von Deutschlands größtem Mediaagenturnetzwerk GroupM, eindrucksvoll unter Beweis stellt. Mit über 7.600 Mitarbeitern weltweit und 350 in Deutschland, berät Wavemaker renommierte Kunden wie L'Oréal, Danone oder Vodafone. Eleni Fountouka, Head of Solution Development, und Roman Palfi, Group Head Dynamic Creative bei GroupM, beleuchten, wie KI die Arbeitsweise in der Branche revolutioniert, betonen jedoch, dass der Mensch dabei zentral bleibt.

„Monitoring und Optimierung für unsere Kunden steht im Mittelpunkt“, erklärt das Duo. KI unterstützt das Team in allen Phasen der Mediaplanung – von der Erstellung von Kampagnen über die Optimierung bis hin zur Aktivierung. Tools, die tausende Szenarien durchrechnen, ermöglichen es, die effektivste Budgetstrategie zu identifizieren – menschliche Erfahrung bleibt dabei jedoch unerlässlich. Ein ständiges „Sparring zwischen KI und Mediaplaner” verkürzt den rechnerischen Aufwand und ermöglicht eine präzisere Ausrichtung über alle Kanäle.

Datenschutz und ethische Überlegungen spielen eine große Rolle in Wavemakers Ansatz zur KI-Nutzung. „Wir haben strenge Richtlinien und ein Ökosystem geschaffen, in dem alle Daten, die in der KI eingegeben werden, geschützt sind”, erklärt Fountouka. Dieses Engagement für Datenschutz wird durch spezielle Schulungen und klare Anwendungsrahmen unterstützt.

Die KI-gestützten Tools dienen dabei nicht nur als Grundlage für Brainstorming und das Generieren erster Ideen, sondern auch für die Live-Optimierung von Kampagnen. „Test and learn” ist das Motto dieses interaktiven Prozesses. Sogar in der Kreation, zum Beispiel bei der Erstellung großer Formate wie Billboards, erweist sich KI als effektiv, um Bilder generisch zu erweitern und Kampagnen schlagkräftiger zu machen.

Die Experten von Wavemaker betonen, dass KI nicht als Ersatz, sondern als Erweiterung des menschlichen Potenzials betrachtet wird. Denn nur durch die Kombination aus technologischer Innovation und menschlicher Expertise können präzise und effektive Mediastrategien entstehen.

Weitere Informationen auf screenforce.at

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