MARKETING & MEDIA
© Joanna Pianka

Gründer Martin Platzer ist Gründer und Geschäftsführer von Zugkraft, dem 2014 gegründeten Vermarkter von digitalen Werbeflächen.

Redaktion 08.05.2020

Die Werbe-Million

Zugkraft vermittelt Aufbruchsstimmung und startet ab 8. Mai 2020 mit der werblichen Unterstützung der heimischen KMU.

••• Von Sascha Harold

WIEN. Der Digital-Out-of-Home (DOOH)-Bereich war in den letzten Jahren, gemessen am Werbevolumen, stets eine der am stärksten wachsenden Werbeformen. Die aktuelle Krise hat dem Wachstum zumindest einen Dämpfer zugefügt; wie die längerfristigen Auswirkungen aussehen, ist derzeit noch offen. Zugkraft will jedenfalls das Heft in die Hand nehmen und den besonders betroffenen Klein- und Mittelunternehmen unter die Arme greifen. „Grund genug für uns, den heimischen Unternehmen eine geförderte Werbemillion zur Verfügung zu stellen, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen”, erklärt Martin Platzer, Geschäftsführer von Zugkraft. Funktionieren soll das so: Im Rahmen der geförderten Werbemillion werden alle gebuchten Ausspielungen auf den digitalen Screens von Zugkraft und den teilnehmenden Zugkraft-Partnern bis zu einem Buchungswert von 1 Mio. € verdoppelt. Damit sparen sich die Werbetreibenden 50% ihres Werbegeldes und erhöhen zusätzlich ihre Sichtbarkeit.

Positiver Ausblick

Dass sich das Investment auszahlt, davon ist Platzer überzeugt. „Ich bin überzeugt, dass DOOH aufgrund der Digitalisierung weiterhin seine Stärken ausspielen und zu den Gewinnern gehören wird. Auch wenn dieses Jahr die Umsätze, absolut gesehen, eine Delle bekommen werden, ändert sich nichts daran, dass das Medium künftig einen immer dominanteren Platz im Werbemix einnehmen wird”, so Platzer.

Das Angebot von Zugkraft kann sich in diesem Bereich sehen lassen. „Zugkraft bietet österreichweit aktuell 305 digitale Outdoor-Werbeflächen und mehr als 1.000 Indoorscreens an. Alle unsere digitalen Outdoor-Werbeflächen sind an hochfrequentierten Straßen, in Fußgängerzonen oder nähe Einkaufs- und Fachmarktzentren positioniert und sorgen so für mehr als die Hälfte unserer insgesamt über zwölf Mio. Bruttokontakte am Tag.”

Jetzt werben, später zahlen

Die neu gestartete Aktion soll die Aufbruchsstimmung, die am Maibeginn nach den begonnen Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen spürbar ist, aufgreifen. Unter dem Motto „Jetzt werben, später zahlen” haben Kunden die Möglichkeit, die Werbebotschaft ab sofort bis 30. September auszuspielen und erst später zu bezahlen. Damit soll die angespannte Liquiditätssituation der KMU entlastet werden. „Wir möchten möglichst vielen österreichischen KMU die Chance bieten, so schnell als möglich ihre Produkte und Dienstleistungen zu bewerben, ohne ihre Liquidität zu belasten”, so Platzer.

Den Blick nach vorn

In der aktuell herausfordernden Situation richtet Zugkraft so den Blick nach vorn und tüftelt an innovativen Neuerungen: „Wir arbeiten aktuell an einer einheitlichen Methode der Messbarkeit unserer Frequenzzahlen, die auch unterschiedliche Parameter, wie Brutto-/Nettoreichweite, Geschlecht, Alter, Einkommen, Aufenthaltsdauer, etc. angeben können. Derzeit wird im DOOH nur die Bruttoreichweite angegeben, was nicht sehr zufriedenstellend ist”, führt Platzer aus.

Die gesamte Branche ist derzeit von zahlreichen Neuerungen geprägt; noch ist offen, welche davon sich durchsetzen werden. Platzer: „Es wird derzeit von einigen an Direktbuchungsplattformen gearbeitet. Stichwort: Programmatic Buying. Ob sich dieser Trend für den DOOH-Bereich langfristig durchsetzen wird, wird sich weisen.” Denn die einzelnen Betreiber digitaler Werbemedien seien sehr unterschiedlich; sie alle auf eine Plattform zu bringen, sei schwierig. Einen Shift vom manuellen zum programmatischen Einkauf werde es, so Platzer weiter, trotzdem geben – was zu zusätzlichem Wachstum führen wird.

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