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Redaktion 04.12.2023

Erfolgreicher Fresh Content Congress in Wien

Erstmals in Wien: Mit ganz großen Speakern ging der siebente Fresh Content Congress kürzlich über die Bühne des Erste Campus.

WIEN. Ein brillantes Grazer Event hat in der Bundeshauptstadt erfolgreich angedockt: Der Fresh Content Congress für Sales und Marketing, der seit 2018 mit ausgesuchten Speakern frische Inhalte, neue Konzepte und erfolgreiche Ideen versprüht und mehr als 2.000 Teilnehmer begeisterte, ist in Wien im besten Sinne angekommen. Auf der großen Bühne des Erste Campus am Belvedere ließ der Gastgeber und Grazer Unternehmer Harald Kopeter am 23. November einmal mehr großartige Vortragende zu Wort kommen.

Congress-Auftakt mit Peter Filzmaier
Der bekannte Politikwissenschaftler Peter Filzmaier gab als erster Speaker den Aufwecker: Was Unternehmer von den Politprofis lernen können? Viel, auch wenn diese nicht selten als Negativbeispiel dienen. So geleitete Filzmaier denn auch launig durch die Welt der Unternehmenskommunikation, die manchmal ganz schön einfach gestrickt ist – gewusst wie. Denn wer sein Unternehmen zeichnen kann, weiß wahrscheinlich mit den Beispielen Clinton und Schwarzenegger viel anzufangen. Dass die Pro-Aktiven die Nase vorne haben, schrieb Filzmaier dem Publikum ebenso ins Stammbuch wie die Tatsache, dass es nicht von Vorteil ist, mit Kritik am Mitbewerb gleich die ganze Branche zu ruinieren. Eine unerträgliche Art, die zu oft in der Politik verfolgt werden kann … Kein Wunder, dass die Politikverdrossenheit um sich greift.

Überzeugen: Was ist Ihr Narrativ? – fragt Roger Rankel
Nach der mit feinem Humor gezeichneten Aufwärmrunde Filzmaiers folgte der als „Begründer des modernen Verkaufs“ geltende Roger Rankel. Er forderte die nahezu 300 gebannt Zuhörenden dazu auf, ihr eigenes Narrativ zu bilden. Da Mundpropaganda gerade in Zeiten der Digitalisierung besonders wichtig geworden ist, solle man im Auge behalten, was Kundschaft über das Unternehmen zu erzählen weiß. Vielleicht löst man „das Problem daneben“, vielleicht bietet man ein sinnvolles Komplementärprodukt zusätzlich an. Die Frage „Eine Apfeltasche dazu?“ ist mit Rankel dann wohl vom Tisch – denn es geht noch smarter!

Metaprogramme mit Niklas Tripolt
In einer Mikrospeech stellte der geschäftsführende Gesellschafter von VBC Niklas Tripolt die Metaprogramme vor, nach denen Menschen ihre Wahrnehmung filtern. Denn: „Wir trivialisieren uns die Welt zusammen.“ 

Harald Kopeter optimiert den Christbaum
Der Grazer Unternehmer und Gastgeber des Fresh Content Congress Harald Kopeter zeigte anhand zahlreicher Beispiele – selbst erzählt oder in humorvollen Videos dargelegt -,  dass Storytelling unter die Haut geht und es sich in unseren Köpfen gemütlich macht. In seinem Vortrag wie auch in seinem neuen Buch „Was du nicht verkaufst, verkaufen die anderen“ (Gabal-Verlag) finden sich unzählige Storys und Learnings fürs Business – und selbstverständlich fürs Leben an sich.

Andreas Buhr: „Wir sind Wissensriesen, aber Handlungszwerge“
Ertappt fühlten sich so manche bereits vom Eingangszitat Andreas Buhrs. Der Unternehmer, Autor und Speaker rund um die Themen Führung und Business zeigte auf, wie wichtig das Team und dessen Stimmung sind: „Gute Stimmung, gute Zahlen!“ Wie nützlich es ist, Routinen zu beachten und nutzlose auszumerzen, um notwendige Veränderungen herbeizuführen, darauf machte Buhr ebenso aufmerksam wie darauf, den „richtigen“ Umgang zu pflegen – was Kooperationen anbelangt, aber auch was die Mitarbeiterstruktur angeht: „Dein Umfeld prägt dich“ – „You can’t do epic shit with basic people.“

Ralf Schmitt
Ralf Schmitt: mehr Experimentierkultur!
Für mehr Spontaneität sprang der Improschauspieler, Moderator und Speaker Ralf Schmitt in die Bresche. Sein vergnüglicher Auftritt war ein Plädoyer für mehr Leichtigkeit im Business, mehr Ermutigungs- und Lernkultur. Mit einfachen praktischen Übungen demonstrierte er, wie flexibel, spontan und kreativ alle im Saal sein können.

Mark T. Hofmann
Im Kannibalenforum: Mark T. Hofmann
Schauer und Spannung verbreitete der Kriminal- und Geheimdienstanalyst Mark T. Hofmann, der sein umfangreiches Wissen im Bereich des Menschenlesens für das Business weitergab. Der Profiler, der mithilfe unzähliger Details, Daten und Fakten Motive von Menschen erkennt und unter anderem auch in Kannibalenforen „von Tätern lernt“, lud zur detailreichen Mimikanalyse ein. Davor gab er einige wichtige Unterscheidungen zwischen Psychopathen und Narzissten zum besten, stellte das FBI-Modell vor und verriet Hinweise, wie man Lügen erkennen kann. Hofmann demonstrierte die „Macht der Stille“ in Verhandlungen (Pausen gekonnt setzen!) und präferiert „Leading durch Vorbild“ – vorbildlich!

Katrin Hansmeier: Esprit und *winkewinke*
Wie wir alle mit Humor besser durchs Leben und auch durch die Talfahrten im Business kommen, das machte die Schauspielerin und Humorexpertin Katrin Hansmeier mit ganz viel sympathischem Esprit klar. Dabei ging es unter anderem um die Unterscheidung zwischen aufwertendem und abwertendem Humor und wie man – best practice – mithilfe des Humors selbst dem „schmutzigen“ Müllbusiness von Berlin eine angenehme Duftnote verleihen konnte. Mit den wichtigsten Tricks, um locker zu bleiben, „weiteratmen und winken“, öffnete sie dem Publikum die Augen für eine „wichtige Ressource, die nichts kostet!“


Innovation durch Vielfalt: Markus Hengstschläger
Ausgerechnet der Genetiker machte uns diesen Strich durch die Rechnung – er lässt die „genetische Ausrede“ nicht gelten. Wenn jemand sein Potenzial nicht entfaltet, sind nicht „die Gene schuld“, denn, so Markus Hengstschläger, „der Mensch ist nicht auf die Gene reduzierbar“. Zurücklehnen und andere machen lassen, ist deshalb nicht angesagt, denn wir alle sind lösungsbegabt und können mit Kreativität, kritischem Denken, durch Recherchieren, mit sozialer Kompetenz, Mut und Entscheidungsfreudigkeit Lösungsfindungsprozesse vorantreiben. Es gilt, dies zu üben.

Link zum Aftermovie

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