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Gut die Hälfte der Unter-30-Jährigen will oder muss die Ausgaben für Kino, Theater oder Events reduzieren.

Redaktion 22.09.2023

Negativer Trend

Die Konsumfreude der Teens und Twens ist gesunken; gespart wird vor allem bei den Ausgaben für Kultur.

WIEN. War das Frühjahr noch geprägt vom Nachholbedarf der Coronajahre mit vermehrten Ausgaben für Reisen, Unterhaltung und Kultur, schauen Herr und Frau Österreicher ein halbes Jahr später wieder genauer auf ihre Finanzen. Vor allem bei den Unter-30-Jährigen, die insgesamt konsumfreudiger als die Älteren sind, sitzt das Geld nicht mehr ganz so locker.

Wollten sich Anfang des Jahres noch 86 bzw. 81% der 18- bis 29-Jährigen besondere Restaurantbesuche und Urlaubsreisen leisten, so sind es jetzt deutlich weniger, nämlich 79 bzw. 74%.

Weniger Unterhaltung

Noch mehr gespart wird, wie die jüngste Team Bank-Studie „Liquiditätsbarometer Österreich” zeigt, für die 1.521 Österreicher zwischen 18 und 79 Jahren befragt wurden, bei Kultur und Unterhaltung.

Nur etwas mehr als die Hälfte (55%) wollen oder können derzeit Geld für Kino- und Theaterkarten Museums-Tickets oder den Besuch von Konzerten und Events ausgeben – zu Jahresbeginn lag der Anteil noch bei 66%. Den Kauf von Smartphones, Computern oder Tablets verkneifen sich 51%, und 66% verzichten auf die Anschaffung von Luxusartikeln, wie Uhren, Schmuck oder Designerkleidung.

Fokus auf das Zuhause

Investiert wird lieber in das eigene Zuhause: 64% der Teens und Twens gaben bei der Befragung im Juli an, dass sie in den nächsten zwölf Monaten Geld für Möbel, Dekoration oder Renovierung ausgeben wollen. Bezogen auf alle Altersgruppen, liegt die Quote mit 59% merklich niedriger.

„Die hartnäckige Inflation veranlasst viele Österreicherinnen und Österreicher, bei ihren Ausgaben Prioritäten zu setzen”, kommentiert Frank Mühlbauer, Vorstandsvorsitzender der TeamBank AG, die Umfrage­ergebnisse. (red)

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