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Der Peugeot 308 GTi steht ab 16. November zu Preisen ab 38.450 Euro beim Händler..

06.11.2015

Unauffällige Rennsemmel

Der neue Peugeot 308 GTi tritt gegen die etablierte Kompakt-Racer-Klientel an. Mit 270 PS ist er dafür schon mal hervorragend aufgestellt.

••• Von Karl Jereb

WIEN. Ein breites Grinsen, rote Unterlippe und ein dezent akzentuierter Heckdiffusor mit zwei faustdicken Rohren kennzeichnen den neuen Peugeot 308 GTi. Die Auspuffanlage gibt sich durch erwachsene Feuerspucker zu erkennen und nicht etwa durch einen, bei Branchenkollegen üblichen, rotzig-frechen Klang. Verwiese nicht das altbekannte Kürzel GTi auf den Kotflügeln und an der Kofferraumklappe auf bewährte Rennsemmeltechnik, man wüsste nicht, worauf man sich da einlässt.

Geglückte Transformation

Peugeot Sport hat beim 308 GTi ganze Arbeit geleistet und den Versuch der Übertragung von rennstreckenüblicher Technik in den Straßenverkehr zu integrieren, meisterlich umgesetzt. Das Torsen-Differenzial lässt keinen Amateur im Stich, die 235er Michelin Super Sport auf den 19-Zöllern helfen ihm vorzüglich dabei. Diese picken noch so am Asphalt, so sehr man das mit 270 Pferdestärken unterstützte Gaspedal auch quält.

Wobei auf der Rennstrecke, und wohl nur auf dieser, wird ein Makel präsent: zu lange Schaltwege. Eine gefühlte Ewigkeit (bei 170 km/h plus) dauert der zurückgelegte Gangwechselweg, bis man seine Hand wieder ans optisch wie auch haptisch großartige Lenkrad legen kann, was unerfahrene Piloten leicht nervös macht im Anblick der nächsten 90°-Kurve. Beim Straßenbetrieb hingegen muss man durch das gute Drehmoment von maximal 330 Newtonmeter ohnehin nicht allzu oft an den Knauf grapschen.
Der Einstiegspreis von 38.450 € für den Peugeot 308 GTi pendelt sich zwischen dem Allradler VW Golf R und dem Fronttriebler ­Seat Leon Cupra ein, wobei er schon eher am Top-Golf kratzt.
Mit Panoramadach um 637, Rückfahrkamera um 559 und Hi-Fi-Paket „Denon” um 627 € hat man dann schließlich fast die ganze Palette an aufpreispflichtigen Utensilien an Bord und damit mehr als genug des Luxus. Bestellbar ist der Franzose bereits, ab 19. November steht er beim Händler.

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