RETAIL
© APA/AFP/Thomas Samson

Carrefour setzt im Kampf gegen die „Shrinkflation” auf Transparenz – und gegen einige seiner Industriepartner.

Redaktion 15.09.2023

Geschrumpfter Inhalt

Die französische Supermarktkette Carrefour warnt seit Montag mit Aufklebern vor versteckten Preiserhöhungen der Hersteller.

PARIS. „Einige Hersteller reduzieren den Inhalt ihrer Produkte bei gleichbleibender Verpackung und erhöhen manchmal sogar die Preise – das ist skandalös”, empörte sich Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno LeMaire unlängst über das schon länger als „Shrinkflation” bekannte Phänomen – und kündigte an, per Oktober eine Verpflichtung gesetzlich zu verankern, die Reduzierung der Inhaltsmenge kenntlich zu machen.

Dieser Regelung zuvor kam nun die Supermarktkette Carrefour: Der Marktführer warnt seit Montag auf diversen „geschrumpften” Lebensmitteln – wie Kaffee, Chips, Mayonnaise und Eistee – mit einem Zusatz, der über die versteckte Preiserhöhung informiert.

Breites Medienecho

Der Vorstoß von Carrefour wurde im Laufe der Woche besonders in Deutschland medial aufgegriffen; erst unlängst hatte dort auch die Stiftung Warentest vor der „Shrinkflation” gewarnt.

Hierzulande ist noch keine Diskussion dazu entbrannt, doch warnte kürzlich auch die AK Oberösterreich – anhand dreier Beispiele (Pringles Original, Thea Margarine und Knabbernossi Family-Pack) vor versteckter Mengenreduktion; der VKI meldete bereits im Februar gehäufte Beschwerden über „Mogelpackungen”. (red)

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