••• Von Sabine Stehrer
WIEN. 16.446 Über-15-Jährige befragte die Statistik Austria 2025/26 für ihr Austrian Health Interview Survey (ATHIS), die österreichische Gesundheitsbefragung. Gefragt wurde nach dem Gesundheitszustand, dem Gesundheitsverhalten und der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen. ATHIS wird im Abstand von mehreren Jahren seit 2006/07 durchgeführt. Das nunmehrige Update, dargestellt in einem 270-Seiten-Bericht, ist kein so gutes. Es taten sich mehrere Negativtrends auf.
Gegenüber ATHIS 2018/19 verringerte sich beispielsweise die Zahl der Befragten, die ihren Gesundheitszustand als „sehr gut“ bezeichneten. Als „gut“ oder „mittelmäßig“ stuften mehr Befragte als früher ihren Gesundheitszustand ein, als „schlecht“ oder „sehr schlecht“ gleich viele. Zurückzuführen sei dieses Ergebnis darauf, dass Jüngere sich deutlich weniger gesund fühlen als früher, während sich bei Älteren ein Trend zu einer positiveren Gesundheitswahrnehmung zeigt. Negativ fiel auch auf, dass die gesundheitsbezogene Lebensqualität zuletzt in fast allen Bereichen schlechter beurteilt wurde als noch 2018/19. Das lag ebenfalls an negativeren Bewertungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, von denen mehr als früher angaben an Depressionen zu leiden.
Auch die Zahl derjenigen, die angaben, eine chronische Erkrankung zu haben, steigerte sich von 38% der Befragten auf 40%. Aufgrund gesundheitlicher Probleme war zuletzt neuerlich rund ein Drittel bei Alltagstätigkeiten wie der Selbstversorgung oder der Körperpflege eingeschränkt, wobei wieder Frauen und Hochaltrige häufiger davon betroffen waren. Und wieder gab auch ein erheblicher Teil der Betroffenen an, keine ausreichende Unterstützung zu erhalten.
Jeder Zweite übergewichtig
Jeder Zweite war übergewichtig, wobei davon 18,7% der Männer und 17% der Frauen adipös waren. Damit hat sich der Anteil an Adipösen von 2006/07 bis 2025/26 bei Männern um 6,1% und bei Frauen um 3,7% erhöht. Der Anteil der Befragten, die einen Alkoholkonsum mit erhöhtem Gesundheitsrisiko pflegten, blieb gegenüber früher mit 15,3% der Männer und 5,9% der Frauen fast gleich. Klassische Raucher gab es etwas weniger.