Prävention legt zu
© DVSV/Paul Stambera
Jan Pazourek, Claudia Neumayer-Stickler, Peter McDonald
HEALTH ECONOMY Redaktion 02.11.2026

Prävention legt zu

Die Ausgaben für Prävention und Gesundheitsförderung steigen. Im Jahr 2025 flossen 4,4 Mrd. Euro in die Vorsorge.

••• Von Evelyn Holley-Spiess

WIEN. Sie ist seit vielen Jahren fixer Bestandteil von Regierungsprogrammen, gilt als wesentlicher Baustein der Gesundheitsversorgung – und wurde hierzulande mitunter recht stiefmütterlich behandelt: die Prävention. Nun legte der Dachverband der Sozialversicherungen erstmals eine Präventionsbilanz vor. Das Ziel: eine übersichtliche und transparente Darstellung der Aufwendungen für Prävention und Gesundheitsförderung sowie ihrer Entwicklung.

Dynamischer Trend
Demnach steigen die Ausgaben der Sozialversicherungen für Gesundheitsvorsorge seit 2023 kontinuierlich. Im Jahr 2025 flossen rund 4,41 Mrd. € und damit um 20,5% mehr Mittel in die Vorsorge als zwei Jahre zuvor mit 3,66 Mrd. €. Betrachtet man die einzelnen Sektoren ergibt sich folgendes Bild: Die Investitionen in den Bereich der Gesundheitsförderung und Primärprävention (Krankheitsverhütung) sind in der „Nach-Corona-Zeit“ von 2023 bis 2025 um 33% gestiegen, Investitionen in Sekundärprävention (Krankheitsfrüherkennung) um 21%. Insgesamt seien die Präventionsausgaben in diesem Zeitraum damit deutlich stärker gewachsen als die Krankheitsausgaben, heißt es.

„Prävention und Gesundheitsvorsorge sind die besten Maßnahmen, um systemischen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel entgegenzuwirken und um unser Gesundheitssystem auch für zukünftige Generationen finanzierbar zu halten“, fasst Peter McDonald, Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger, zusammen. „Gesundheit und Lebensqualität muss allen Menschen gleichermaßen zugänglich sein. Dafür ist Prävention ein wesentlicher Baustein“, ergänzt die stellvertretende Vorsitzende, Claudia Neumayer-Stickler. Sie verwies auf Vorzeige-Projekte wie den Eltern-Kind-Pass oder das Brustkrebsfrüherkennungsprogramm.

Im Vergleich mit den Nachbarländern könne Österreich bei den Pro-Kopf-Ausgaben für Prävention mithalten. Für die Zukunft sei es wichtig, Angebote weiterzuentwickeln und die Gesundheitskompetenz zu fördern.

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