Umbruch bei Wahl
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Margarete Oles­ko
HEALTH ECONOMY Redaktion 02.11.2026

Umbruch bei Wahl

Der Apothekerverband bekommt eine neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten. Die Stichwahl ist am 5. November.

••• Von Martin Rümmele  und Silke Tabernik

WIEN. Paukenschlag bei den selbstständigen Apothekern, die in den vergangenen Wochen ihre Vertretung im Österreichischen Apothekerverband gewählt haben: Der bisherige Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes, Thomas W. Veitschegger, wird nach mehreren Amtszeiten im Präsidium ab 2027 nicht mehr an der Spitze des Verbandes stehen – er kandidiert bei der Präsidiumswahl am 5. November nicht mehr. Er hat bei der Konstituierenden Sitzung nach der Wahl die für einen erneuten Antritt nötige ­Zweidrittelmehrheit nicht geschafft.

Erstmals Frau an der Spitze?
Antreten werden nun die alte und Salzburger Obfrau Margarete Olesko und der neue Wiener Obmann Bernd Schmudermaier, wie der Verband mitteilte. Erstmals könnte damit der Apothekerverband eine Frau an der Spitze bekommen. Änderungen brachten die Wahlen neben Oberösterreich und Wien auch in Niederösterreich und Vor­arlberg. Das Antreten mehrerer Listen – vor allem in Wien – führte auch zu einer Erhöhung der Wahlbeteiligung österreichweit von 72% auf 76%. In Wien stieg die Wahlbeteiligung sogar von 64% auf 78%. Gewählt wurden insgesamt 53 Vorstandsmitglieder sowie die Landesgruppenobleute für die Funktionsperiode 2027 bis 2031.

Kammerwahl folgt 2027
Die Wahl des Apothekerverbands ist auch im Hinblick auf die Apothekerkammerwahl 2027 relevant. Das Wahlsystem der Apothekerkammer sieht vor, dass Angestellte und Selbstständige über Listen Vertreterinnen und Vertreter in den Ländern wählen. Diese bestimmen anschließend die Mehrheitsverhältnisse in den Gremien der Kammer und damit auch, wer für die Wahl des Präsidiums stimmberechtigt ist.
Auf die neue Verbandsspitze warten in jedem Fall einige Herausforderungen. Wirt­schaftlicher Druck, steigende Kosten und der Wettbewerb durch den Onlinehandel beschäftigen die Apotheken ebenso wie politische Fragen, etwa die Verhandlungen zum Impfen in Apotheken.  Die ursprünglich für Anfang 2027 in Aussicht gestellte Umsetzung könnte sich weiter verzögern – und damit auch bei der Kammerwahl zum Thema werden.

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