WELS. Wachstumstreiber waren vor allem das Wintergeschäft, das Fahrradsegment und der Onlinehandel. Auch im Teamsport entwickelte sich das Geschäft positiv. Mit der Übernahme der Intersport Slowenien Gruppe und dem Ausbau der Logistik in Wels schafft das Unternehmen zudem die Voraussetzungen für weiteres Wachstum in Zentral- und Südosteuropa.
Über alle Winterkategorien hinweg legte Intersport um mehr als elf Prozent zu. Auch im Sommergeschäft setzte der Fahrradbereich wichtige Impulse: Das Segment wuchs um sieben Prozent und erreichte einen neuen Umsatzrekord. E-Bikes gewinnen dabei weiter an Bedeutung. Mittlerweile verfügen 53 Prozent der verkauften Erwachsenenfahrräder über einen Elektromotor, gegenüber 36 Prozent im Geschäftsjahr 2018/19.
„Wir haben Intersport in den vergangenen zwei Jahren konsequent weiterentwickelt und fitter gemacht. Dass wir in einem anspruchsvollen Markt erneut wachsen, bestätigt unseren Weg. Wir wachsen nicht nur in einem Kanal oder einzelnen Erlebnisbereichen, sondern stationär wie auch online und wir sehen eine starke Entwicklung in allen wichtigen Sportkategorien. Gleichzeitig haben wir mit der Slowenien-Gruppe und unserem neuen Logistikzentrum die Voraussetzungen geschaffen, um auch künftig schlagkräftig und effizient zu wachsen“, sagt Franz Koll, Geschäftsführer von Intersport Austria.
Onlinehandel und Teamsport legen zu
Besonders stark entwickelte sich der Onlinebereich, der im abgelaufenen Geschäftsjahr um mehr als 35 Prozent wuchs. Intersport setzt dabei weiterhin auf die Verbindung von digitalen Angeboten und stationärem Fachhandel. Während der Onlineshop eine flexible Produktauswahl und Bestellung ermöglicht, sollen die Standorte mit persönlicher Beratung und Service punkten.
Auch der Teamsport verzeichnete deutliche Zuwächse. Neben dem Interesse rund um die Fußball-WM trugen organisatorische Veränderungen zum Wachstum bei. Intersport bündelte das Vereinsgeschäft und führte eine eigene Vereinsplattform ein, über die Bestellungen und die Individualisierung von Sportbekleidung abgewickelt werden können. Kooperationen mit Sportverbänden wie dem ÖFB, ÖSV und ÖHB ergänzen das Angebot.
Im Laufsegment konnte das Unternehmen das hohe Umsatzniveau halten. Zudem rückt der Trendsport Hyrox stärker in den Fokus. Dafür erweitert Intersport das Sortiment um spezielle Sportbekleidung und Trainingsgeräte. Im Februar 2027 ist das Unternehmen außerdem als Partner beim Hyrox-Event in Wien vertreten.
Übernahme und Logistik als Wachstumstreiber
Mit der Übernahme der Intersport Slowenien Gruppe im April 2026 hat das Unternehmen seine internationale Präsenz ausgebaut. Die Intersport Austria Gruppe umfasst nun mehr als 500 Standorte in zwölf Ländern Zentral- und Südosteuropas und erzielt einen Gruppenumsatz von rund einer Milliarde Euro. In Österreich liegt der Schwerpunkt weiterhin auf der Modernisierung bestehender Standorte und organischem Wachstum.
Eine zentrale Rolle spielt dabei das neue Logistikzentrum in Wels. Die auf 40.000 m² erweiterte Anlage bündelt und automatisiert bisher auf mehrere Lager verteilte Aufgaben. Von dort aus werden neben Österreich auch weitere Märkte der Gruppe beliefert. Zudem laufen die logistischen Prozesse für den Onlinehandel und die neue Vereinsplattform über den Standort.
In Österreich beschäftigt Intersport rund 3.600 Mitarbeiter, davon etwa 320 in der Zentrale in Wels. Mit dem Ausbau der Logistik und der internationalen Gruppe will das Unternehmen seine Effizienz steigern und seine Position im europäischen Sportfachhandel weiter stärken. (red)