Spar und Frutura beleben alte Apfelsorten wieder
Katrin Hohensinner-Häupl und Manfred Hohensinner (Geschäftsführung von Frutura) sowie Markus Kaser (
RETAIL Redaktion 19.10.2026

Spar und Frutura beleben alte Apfelsorten wieder

In Österreich sind rund 2.000 Apfelsorten bekannt, im kommerziellen Obstbau wird jedoch nur ein Bruchteil davon genutzt. Spar und der steirische Obst- und Gemüseproduzent Frutura wollen das ändern und erproben den Anbau zweier historischer Sorten

WIEN. Des Ilzer Rosenapfels aus der Steiermark und des Falchs Gulderling aus Tirol. Auf einer rund 0,7 Hektar großen Testfläche in der Steiermark wachsen mittlerweile 2.150 Bäume, darunter 1.300 Ilzer Rosenapfel und 850 Falchs Gulderling.

Das 2023 gestartete Projekt geht auf eine Initiative des Spar-Bienenrats zurück und wurde gemeinsam mit Frutura, der Sortenvielfaltsorganisation Arche Noah und weiteren Experten entwickelt. Die Edelreiser stammen aus Erhaltungsbeständen in der Steiermark und Südtirol. Untersucht werden unter anderem Wuchsleistung, Ertrag, Fruchtqualität, Krankheitsanfälligkeit und Lagerfähigkeit. Erste Ergebnisse zeigen eine kräftige Entwicklung des Ilzer Rosenapfels, während beim Falchs Gulderling bereits große Früchte und erste Erträge beobachtet wurden.

„Biodiversität schafft die Grundlage für eine vielfältige und zukunftsfähige Landwirtschaft und kann langfristig auch neue regionale Wertschöpfung ermöglichen“, betont Markus Kaser, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Spar Österreich. Ab Ende November 2026 sollen die ersten Äpfel für begrenzte Zeit exklusiv bei Interspar am Schottentor in Wien erhältlich sein. Ein Teil der Ernte wird für Verkostungen und Untersuchungen verwendet, zudem erhalten steirische Kindergärten und Schulen Äpfel aus dem Projekt. Bewähren sich die Sorten, soll die Anbaufläche auf rund einen Hektar erweitert und die regionale Vermarktung schrittweise ausgebaut werden.

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