health:economy: Biogena setzt auf Longevity für High-Performer und betriebliche Gesundheit

Mit Nahrungsergänzung, Beratung und Diagnostik will Biogena vom Interesse an einem längeren, gesunden Leben profitieren. Im medianet-TV-Format „health:economy“ erläutert Martin Gratzer, Geschäftsführer der Biogena GmbH & Co KG und Mitentwickler von Biogena One, im Gespräch mit medianet-Herausgeber Oliver Jonke die Strategie. Eine Zielgruppe sind Menschen mit hoher beruflicher Belastung. Zugleich sollen Unternehmen als Kunden für Gesundheitsangebote gewonnen werden.

Gratzer verbindet dabei Erfahrungen aus dem Leistungssport mit seiner Laufbahn im Bankwesen. Der zwölfmalige österreichische Staatsmeister im Kugelstoßen beschäftigte sich bereits als Sportler mit Training, Ernährung und Regeneration. Nach 14 Jahren im Banking suchte er für eine Produktidee einen Partner: ein Getränk, das die tägliche Einnahme verschiedener Nahrungsergänzungsmittel vereinfachen sollte. Der Kontakt zu Biogena führte zur Mitarbeit an dem bereits in Entwicklung befindlichen Pulverprodukt Biogena One und zum Wechsel in die Geschäftsführung.

Die wirtschaftliche Idee dahinter ist eine möglichst einfache Routine. Selbst hoch motivierte Sportler hätten Schwierigkeiten, mehrere Produkte regelmäßig einzunehmen, berichtet Gratzer. Das All-in-One-Konzept soll diese Hürde senken und über den Leistungssport hinaus Kunden erreichen.
Für das Coaching beruflich stark beanspruchter Menschen zieht Gratzer eine Parallele zum Spitzensport. „Deswegen coache ich High-Performer wie Leistungssportler, weil die oft vergessen, dass Regeneration ein wichtiger Anteil am Erfolg ist.“ Während Sportler Erholung gezielt einplanten, finde sie im Wirtschaftsleben häufig nur zufällig statt. Neben Führungskräften zählt er auch Beschäftigte in Pflege und Medizin zu dieser Zielgruppe.

Den Begriff Longevity bevorzugt Gratzer gegenüber einer Selbstoptimierung, bei der Gesundheit nur Mittel zum Zweck sei. Es gehe darum, „möglichst viele gesunde und leistungsfähige und erfüllte Jahre zu haben“. Als Grundlagen nennt er ausreichend Schlaf, ausgewogene Ernährung, soziale Kontakte und Bewegung. Nahrungsergänzung ordnet er in dieses Gesamtkonzept ein. Die demografische Entwicklung und längere Erwerbsbiografien sind aus seiner Sicht Gründe, weshalb das Thema auch für Arbeitgeber an Bedeutung gewinnt.

Biogena will sich dabei über den Produktverkauf hinaus positionieren. Das Programm „Fit & Work“ umfasst Messungen, Diagnostik, Beratung und Wissensvermittlung. Die Angebote sollen sich nach den Möglichkeiten der Unternehmen richten. Biogena One bezeichnet Gratzer als „Obstkorb 2.0“; denkbar seien sowohl die Bereitstellung im Betrieb als auch zeitlich begrenzte Aktionen. Zugleich betont er, dass betriebliche Gesundheit überzeugte Führungskräfte brauche. Als weitere Ansatzpunkte nennt er regelmäßiges Lüften und das Mahlzeitenangebot.

Zur Wachstumsstrategie der Biogene GmbH & CO KG (125 Mio. Umsatz) gehört auch mehr räumliche Präsenz. Gratzer verweist auf sogenannte “Plaza-Standorte” in München und Düsseldorf sowie einen für Ende des Jahres geplanten Standort in Frankfurt. Dort sollen Shops, Diagnostik und weitere Angebote zusammenkommen. Neben Markteintritten in Asien steht 2027 auch eine geplante Expansion in die Türkei auf der To-Do-Liste.

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