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Reimoser: „Die Firmenstrategie muss die IT-Strategie bestimmen – nicht umgekehrt.”

19.06.2015

Digitalisierung verbindet

Cybersecurity & Co. Datenmanagement und -analyse sind die wichtigsten strategischen Schnittstellen

Zusammenarbeit zwischen IT-Verantwortlichen (CIOs) und Finanzvorständen (CFOs) wird intensiviert.

Wien. 71% der CFOs weltweit geben laut Ernst &Young Global Limited an, dass ihre Einbindung in IT-Themen in den vergangenen drei Jahren zugenommen hat.

Dementsprechend identifizieren CFOs auch Cybersecurity, den Aufbau eines funktionierenden Informationsmanagements, die Digitalisierung des Unternehmens und die Einführung und Nutzung von IT-Analysetools als Aufgaben, die für sie in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen haben.

Mangelndes Verständnis

Als größten Treiber für eine stärkere Kooperation mit CIOs sehen Finanzvorstände die Optimierung des Datenmanagements (32%) sowie die Verbesserung von Analysemöglichkeiten (31%) in der Firma. Doch obwohl die Zusammenarbeit zwischen Finanz- und IT-Verantwortlichen immer enger wird, funktioniert sie alles andere als reibungslos: Als größtes Hindernis sehen die befragten CFOs selbst ihr mangelndes Verständnis für IT-Themen (44%), knapp gefolgt von fehlenden Erfolgskennzahlen (KPI), die finanzielle Performance und IT-Agenden verknüpfen (42%).
Demensprechend betrachten viele Finanzvorstände „ihre” IT immer noch eher als Kostenfaktor und weniger als eine Chance zur Steigerung des Unternehmenserfolgs. Gleichzeitig kämpfen viele CFOs damit, Kostendisziplin und strategische Ambitionen – speziell in puncto Digitalisierung – unter einen Hut zu bringen.
EY-Partner Gunther Reimoser plädiert daher für eine Kooperation mit klarer Aufgabenverteilung: „Cybersecurity ist kein IT-, sondern ein Unternehmensthema und sollte auch dementsprechend behandelt werden – nämlich mit höchster Priorität.”(pj)

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