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Frequenzmessung Kunden- und Besucherpfade werden ermittelt, Laufwege sowie Aufenthaltsdauer der Shop-Besucher aufgezeichnet – anonym und unter Ein­haltung des Datenschutzes.

Redaktion 02.09.2022

Besucherströme lassen sich auch orchestrieren

Wie viele und wie lange sich Kunden wo aufhalten, birgt viele Erkenntnisse. Eines zeigt sich deutlich: In der Schlange stehen, hat wenig Charme.

Die Personenfrequenz­messung wird vor allem im Einzelhandel und in Shoppingzentren durchgeführt, um Daten über Besucher­ströme, die Anzahl der Personen in Geschäften und deren Bewegungsrichtung zu ermitteln.

Gemessen wird an Ein- und Ausgängen und auf Verkaufsflächen, um mit den erhobenen Daten Kundenlaufstudien durchzuführen, die wiederum wertvolle Informationen zur Steigerung der Betriebseffizienz liefern. Darüber hinaus wird die Personenzählung auch zur Ermittlung der Reichweite von Regalen, Displays und anderen Marketingaktionen verwendet, um die Rentabilität von Marketinginvestitionen messbar zu machen.
Kundenfrequenzmessung wird für diese drei Einsatz­gebiete angewendet: Personal­einsatzplanung und Kunden­service, Erfolgsmessung von Werbung innerhalb des Geschäfts sowie Energiemanagement. Letzteres erlaubt es, den Energieeinsatz bedarfs­gerecht zu „managen” – Heizung, Klima­anlage und Lüftung können entsprechend der Personendichte auf Verkaufsflächen angepasst werden.

Unerwarteter Einsatz

Wer hätte es gedacht: Die letzten Jahre haben der Personenfrequenzmessung ein zusätzliches Betätigungsfeld eröffnet.

„Die Idee hinter der Personenfrequenzmessung, nämlich die Optimierung von Umsätzen und optimale Raumnutzung durch das Analysieren des Kaufverhaltens, hat sich auf entscheidende Weise geändert. Plötzlich war die Anzahl der im Shop befindlichen Personen gesetzlich vorgegeben und die Sorgfalt der Einhaltung dieser Vorgaben an den Shop-Betreiber abgegeben worden. Mit unseren Systemen haben wir unsere Kunden dabei unterstützen können. Niemand hat allerdings je daran gedacht, dass diese oder ähnliche am Markt verfügbare Systeme einmal zum notwendigen Instrument werden, um Personenzahlen und damit auch Ansteckungsrisiken auf Kontaktflächen im Handel zu reduzieren”, erinnert sich Inform-Geschäftsführerin Stefanie Kern.
Der ursprüngliche Gedanke habe da schon eher der Optimierung von Umsätzen durch das Analysieren des Kaufverhaltens gegolten. „Ich denke, das war ein sehr gutes Hilfsmittel. Im Hinblick auf den Handel kann es gut möglich sein, dass elektronische Besuchersteuerungsmethoden vermehrt Einzug halten werden”, so Kern.

Mama, mir is’ fad …

Eine weitere Steuerungsmethode betrifft Wartebereiche, z.B. in Ämtern oder im Gesundheitswesen und auch in Shops. Warteschlangenmanagementsysteme mit automatisierter Aufrufsteuerung sorgen bei überfüllten Wartebereichen und langen Wartezeiten für einen raschen, geordneten Ablauf und senken das Stresslevel von Mitarbeitenden und wartenden Personen. Denn selbst die Kontaktfreudigsten verlieren ihre gute Laune, sobald sie sich für ein Produkt oder eine Serviceleistung lange anstellen müssen.

Zeit besser nutzen

Wie das geht? Einfach am Empfangs­terminal registrieren und schon wird die Wartedauer und eventuell auch gleich der zugewiesene Bereich, im Idealfall mit der verantwortlichen Fachkraft, angezeigt. Oder überhaupt gleich Termine bequem von zu Hause oder von unterwegs via Smartphone vereinbaren und ein virtuelles Ticket ziehen.

So hat sich die Warteschlange erledigt und die kommunizierte Dauer kann selbstbestimmt und sinnvoll genutzt oder angenehm überbrückt werden. Der Aufruf erfolgt schließlich zeitgerecht per Bildschirm und SMS.

Organisierte Shops

Auch der beratende Einzelhandel, Stichwort Mobilfunk, hat die Warteschlangenabwicklung längst für sich entdeckt, ermöglicht sie doch ein perfektes Empfangsmanagement:
• Sie verbessert Service und Zufriedenheit
• Sie verringert Wartezeiten, da das Anstellen entfällt
• Sie steigert den Umsatz – Wartezeit wird durch mehr Bewegungsfreiheit zur Verkaufszeit
• Verkaufsteams werden noch effizienter
• Die Konversionsrate wird aufgezeigt
• Der Shop erhält ein modernes, dynamisches Image.

Das Warten hat erst im Laufe des letzten Jahrzehnts einen Wandel zum Komfort erfahren, erst seit rund zehn Jahren wird hier mit intelligenten Technologien daran gearbeitet, Anstell- bzw. Verweilprozesse automatisiert und reibungslos zu managen. Der nicht aufzuhaltende Fortschritt wird auch in diesem Bereich zu weiteren Verbesserungen führen.

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