FINANCENET
© APA / Herbert Neubauer

Um fünf Prozent stiegen die Unternehmenskonkurse im Jahr 2021 in Österreich, auf insgesamt 1.747 Fälle.

Redaktion 18.02.2022

Pleitegeier kreisen heftig

Die Konkurszahlen in Österreich explodieren, meldet Dun & Bradstreet. Plus 41 Prozent im vierten Quartal 2021.

WIEN. Die Konkurszahlen nehmen wieder zu: Im Jahr 2021 kam es in Österreich insgesamt zu 1.747 Unternehmenskonkursen, hat eine von Dun & Bradstreet, einem weltweiten Anbieter von Daten und Analysen für die Entscheidungsfindung in Unternehmen, in Auftrag gegebene Studie ergeben.

Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Zunahme um fünf Prozent. Somit war die Anzahl der Konkurse von protokollierten Unternehmen immer noch deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau. Dies liegt daran, dass die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen zu einer künstlichen Verringerung der Insolvenzen führten.

Starke Quartalssteigerungen

Doch die Konkursfälle nahmen gemäß der Analyse von Dun & Bradstreet von Quartal zu Quartal massiv zu. Im ersten Quartal 2021 kam es „nur” zu 325 Konkursen. Im zweiten Quartal waren es 369 Konkurse (plus zehn Prozent) Im dritten Quartal gab es bereits 441 Konkurse (plus 23%) und im vierten Quartal ganze 622 Konkurse (plus 41%).

Dies lässt nichts Gutes erahnen, wie Macario Juan von Dun & Bradstreet Austria erläutert: „Wenn die Entwicklung wie bisher weitergeht, werden wir 2022 einen historischen Höchstwert der Konkurse in Österreich erleben.” (rk)

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