FINANCENET
27.03.2015

Risikokapital wächst um 62 Prozent

Studie Starke Zuwächse, aber China überholt Europa

Silicon Valley ist immer noch der ­Hotspot für die Risikokapitalgeber.

Wien. Risikokapitalgeber haben vergangenes Jahr 86,7 Mrd. Dollar in junge Unternehmen und Start-ups investiert – 62 Prozent mehr als 2013 und so viel wie seit 2000 nicht mehr, errechnete der Beratungskonzern EY. Hotspot für vielversprechende Firmen ist nach wie vor die Bay Area in den USA rund um das Silicon Valley und San Francisco. Europa hat Aufholbedarf, Österreich sitzt ziemlich auf dem Trockenen.

Wenig für Österreich

Nur 27 Mio. Dollar (25,2 Mio. Euro) haben Risikokapitalgeber 2014 österreichischen Unternehmen zur Verfügung gestellt. Im Europaver-gleich belegte die Alpenrepublik damit Rang 19 von 40 untersuchten Ländern. „In Österreich müssen Start-ups hart kämpfen, damit sie zumindest ein paar Brösel vom Risikokapitalkuchen bekommen”, so EY-Expertin Eva-Maria Berchtold. In der Schweiz sei vergangenes Jahr mehr als das Zwanzigfache (547 Mio. Dollar) ausgeschüttet worden. In Österreich habe es gerade einmal elf Finanzierungsrunden gegeben. Da Banken wegen der strengeren Eigenkapitalvorschriften vielfach als Risikokapitalgeber ausfielen, seien private Investoren umso wichtiger.Generell scheint Europa beim Venture Capital ins Hintertreffen zu geraten. 2014 hat China erstmals Europa überholt. Mit 15,6 Mrd. Dollar haben chinesische Unternehmen mehr als dreimal so viel Risikokapital lukriert wie im Jahr davor.(APA)

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