INDUSTRIAL TECHNOLOGY
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Der Markt in China stagniert, nun suchen Maschinenbauer verstärkt in den USA ihr Glück.

Redaktion 08.04.2016

Nachfrage aus USA steigt

Laut einer VDMA-Umfrage erwartet die Mehrheit der deutschen Maschinenbauer für heuer mehr Geschäft mit ihren US-Kunden.

FRANKFURT. Die Vereinigten Staaten sind wieder das größte Exportland für die Maschinenbauer in Deutschland, und diese starke Stellung werden die USA auch in diesem Jahr halten können. Denn während der chinesische Markt vermutlich ein weiteres Mal leicht schrumpfen wird, erwarten – wie eine aktuelle Umfrage des VDMA zeigt – drei Viertel der in den USA tätigen deutschen Maschinenbauer für heuer höhere Absätze.

Auf die Frage, aus welchen Branchen man mit einer verstärkten Nachfrage rechnet, liegen der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Automobil- und Zulieferindustrie weit vorn.
Auch von Kunden aus der Nahrungs- und Getränkeindustrie, der Luft- und Raumfahrt, der Kunststoffindustrie, der Bauwirtschaft und der Umwelttechnik erwarten sich die deutschen Unternehmen mehr US-Geschäft.
Diese Zuversicht spiegelt sich auch in den Investitionsplänen wider: Knapp 60% der befragten Unternehmen planen, in den nächsten drei Jahren in den USA zu investieren, rund die Hälfte der dafür vorgesehenen Ausgaben entfällt auf den Auf- und Ausbau von Produktion und Montage.
Die Abgasaffäre von VW hat sich nach Meinung der Befragten zwar negativ auf die Reputation der gesamten deutschen Industrie ausgewirkt, „made in Germany” genießt aber nach wie vor in den USA einen guten Ruf.

Ausgezeichnete Neuheiten

Die starke Stellung am US-Markt ist allerdings nicht unangefochten. Mehr als die Hälfte der befragten Firmen rechnet mit mehr Wettbewerb aus China. Das zeigt sich bereits in der aktuellen Importstruktur der USA: China ist 2013 zum wichtigsten ausländischen Maschinenlieferanten aufgestiegen, Deutschland belegt seit 2015 Platz vier, knapp hinter Mexiko. Auch die amerikanischen Maschinenbauer holen nach Ansicht der Befragten am Heimatmarkt auf; allerdings zählen hierzu nicht nur originär amerikanische Unternehmen, sondern auch die US-Niederlassungen ausländischer Betriebe. (red)

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