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© Kronehit/Meinrad Knapp

Aufnahme läuft Egal ob von zu Hause am Brenner bei Meinrad Knapp, Kronehit-Moderator, oder in Heiligenstadt bei Tina Ritschl, Ö3-Moderatorin: Gesendet wurde trotz Corona Maßnahmen.

Redaktion 22.05.2020

Live aus der Isolation und auf Sendung!

Normalität und Alltag kehren zurück, auch dort, wo wir es nur hören können. Ein Einblick in die Isolationsstudios von Kronehit und Ö3.

••• Von Christiane Körner

Langsam geht es zurück in Richtung Alltag. Geschäfte öffnen, öffentliche Verkehrsmittel sind regulär unterwegs, Schulen und Kindergärten nehmen wieder ihren gewohnten Betrieb auf. Trotzdem sind wir von einem Alltag, an den wir uns vor Corona gewöhnt hatten, noch weit entfernt.

Zu spüren bekommen das auch die Menschen, deren Stimmen wir fast genauso gut kennen wie die unserer engsten Freunde – die Radiomoderatoren. Grund genug, einen Blick zurück in die adaptierten Sendezentren zu werfen.
Während Kronehit bereits vor Corona auf dezentrales Arbeiten der Moderatoren und Mitarbeiter setzte, wurde bei Ö3 eine WG eingerichtet, um den Sende­ablauf am Laufen zu halten.

Live aus dem Wohnzimmer

Für die Kronehit-Moderatoren Anita Ableidinger und Meinrad Knapp war die Adaptierung auf Sendungen direkt aus den eigenen vier Wänden keine große Änderung – bereits vor der Corona­krise wurde dezentral gesendet.

„Die Umstellung war nicht allzu schwer. Die Morgenmoderatoren Meinrad Knapp und Anita Ableidinger haben jeweils Home Studios. Wir haben bereits Anfang März ein Notfall-Szenario erarbeitet, mit einem ausgelagerten Sendestudio. Das haben wir zum Glück nicht gebraucht, aber wir können es jederzeit nutzen. Untertags haben wir die Zahl der Mitarbeiter im Sender minimiert und diese in getrennte Schichten eingeteilt”, so Rüdiger Landgraf, Programmdirektor Kronehit.
Der Zeit nach Corona blickt Landgraf trotz reibungslosen Ablaufs während der Krise positiv entgegen: „Natürlich ist es schöner, einander zu treffen, gerade bei kreativen Prozessen. Wir wissen jetzt aber, dass wir auch unter den aktuellen Bedingungen gut arbeiten können. Dezentrales Arbeiten wird deswegen weiterhin Bestandteil unserer Arbeitsprozesse sein, war es aber auch bisher. Allerdings ist es jetzt sozial anerkannter.”

Radio-WG

Einen anderen Zugang zur adaptierten Arbeitsweise während der Wochen in sozialer Isolation fand Ö3.

Die meisten Mitarbeiter wurden ins Homeoffice geschickt, während sechs Moderatoren sowie Senderchef Georg Spatt und 15 Mitarbeiter aus Redaktion, Programmgestaltung und Technik nach umfangreichen Gesundheitschecks am 26. März in die Studios in Heiligenstatt einzogen.
Büros wurden mit Betten ausgestattet – und zum vorhandenen Sanitärbereich wurden zusätzlich noch Duschcontainer eingerichtet. Alle zwei Wochen wurden die Sendemannschaften gewechselt.
„Ganz egal, ob es unserem Land gerade gut geht oder wir es mit großen Herausforderungen zu tun haben, ist es unsere Pflicht und Aufgabe, zu senden und für die Menschen da zu sein”, so Robert Kratky, Ö3-Moderator und WG-Bewohner.
Am 30. April kehrte wieder Normalität in das Leben der ehemaligen WG-Partner und den Sendebetrieb von Ö3 ein. Begonnen wurde mit dem Ö3 Wecker am 4. Mai, nach und nach werden nun auch die restlichen Sendungen regulär abgehalten.

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