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Große Schritte Schüller: „Wir sind die Nachfahren derer, die eine bessere Zukunft wollten und deshalb den Fortschritt wagten.” Bild: Das Apollo-Programm als Paradebeispiel für Pioniergeist.

Redaktion 31.05.2024

Optimismus: Der Anfang von allem

Die Zukunft liegt in den Händen derer, die mit frischen Gedanken und smartem Tun die Umbrüche wagen.

Gastkommentar ••• Von Anne M. Schüller

MÜNCHEN. Selten war Optimismus so wichtig wie heute. Doch nur der, der eine positive Zukunft für möglich hält, macht sich für sie stark, hilft mit, nach Lösungsansätzen zu suchen und den Fortgang der Ereignisse mitzugestalten. „Ein Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit, der Optimist die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit”, sagte einst Winston Churchill.

Pessimismus lähmt

Optimismus ist lösungsorientiert und sorgt für Gestaltungswillen. Pessimismus hingegen verengt den Blick, überzeichnet Gefahren, misstraut dem Erfolg, hüllt alles in eine dunkle Wolke, lähmt uns und macht uns lethargisch. Optimisten erspähen vielerlei Gelegenheiten und streben das noch unbekannte Bessere an. An Pessimisten ziehen die Chancen vorbei.

Lust auf Veränderung?

„Die Gesellschaft”, „die Wirtschaft”, „die Unternehmen”, das sind wir. Ein Unternehmen kann keine Verträge schließen, keine Kunden betören, keinen Schaden anrichten, keine Umwelt heilen. Am Ende der Leistungskette steht immer ein Mensch.

Die entscheidende Regel dabei lautet: Fang schon mal an! Wenn jeder darauf wartet, dass andere den ersten Schritt tun, wird niemand jemals etwas tun. Eine weitere maßgebliche Regel: Bleib nicht allein! Wer etwas Großartiges erschaffen will, fahndet nach Mitstreitern, tut sich mit Gleichgesinnten zusammen und sucht sich Sponsoren.
„Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann – tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde”, so die Kulturanthropologin Margaret Mead. Großartig zu sein in dem, was wir tun, und Dinge maßgeblich voranzubringen, ist nicht nur für die Gesellschaft gut, es ist auch ein Geschenk an uns selbst.

Zukunft braucht Pioniergeist

Eine Zukunft, in der wir gerne leben, wird von Menschen gemacht, denen eine gute Zukunft am Herzen liegt. Die Geschichte der Menschheit ist eine Fortschrittsgeschichte. Unser Verbündeter ist die Evolution. Sie favorisiert ehrgeiziges Leben, das sich an die jeweiligen Umstände aktiv anpasst. Sie stellt den Pioniergeist vor das Beharren und den üblichen Trott. Wir sind die Nachfahren derer, die eine bessere Zukunft wollten und deshalb den Fortschritt wagten. Und das ist auch gut so, denn sonst säßen wir noch immer in Höhlen und würden frieren.

Es ist also nicht die Zukunft an sich, die uns beunruhigt oder hoffnungsvoll stimmt, es ist unsere eigene Meinung darüber. Leider führen uns empörungswillige Totalpessimisten bei jedem Innovationssprung gern die vermeintlich schlimmen Folgen für die Menschheit vor Augen. Sie trachten danach, eine Zukunft zu konstruieren, in der ihr längst überholtes Vorgehen weiterhin eine Rolle spielt – und verhindern damit genau das, was wir derzeit am dringendsten brauchen: den Mut zu neuen Wirtschaftsweisen und umfassender Transformation. Die Zukunft wartet nicht auf die, die das Weiterkommen unentschlossen verbummeln. Sie läuft immer allen voraus.


Anne M. Schüller ist Managementdenkerin, Keynotespeaker, mehrfach preisgekrönte Best­sellerautorin und Businesscoach.

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