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Redaktion 23.09.2022

„Wir wollen, dass jeder die Apps nutzen kann”

Barrierefreiheit ist für den öffentlichen Sektor Vorgabe und bringt für alle höhere Reichweiten, weiß Futured.

Etwa einer von sieben Menschen lebt mit irgendeiner Form von Beeinträchtigung, die die Art der Interaktion mit dem Umfeld beeinflusst. Deshalb ist es extrem wichtig, bei der Entwicklung von Apps darauf zu achten, dass das Endprodukt so barrierefrei wie möglich ist. Ein Bildschirmlesegerät, Textvergrößerung, versteckte Untertitel – das sind nur ein paar der Funktionen, die man sich unter dem Begriff „Barrierefreiheit” bzw. „Accessibility” vorstellen kann.

Was bedeutet das?

In der digitalen Welt bedeutet Barrierefreiheit, dass mobile bzw. Web-Apps und Websites von allen genutzt werden können, und das unabhängig von Handicaps, Kenntnissen und Fähigkeiten oder technischer Ausrüstung. Konkret gesagt handelt es sich im Fall von mobilen Apps zum Beispiel um den Screenreader, die Vergrößerung von Texten, geringere Transparenz, die Einschränkung der Bewegungen auf der Benutzeroberfläche, den Dark Mode oder eine Anpassung der Telefon-Funktion.

Das gilt es zu bedenken

Im Grunde sollte man drei grundsätzliche Arten der Beeinträchtigung berücksichtigen: die des Sehvermögens, des Gehörsinns und der physischen und kognitiven Fähigkeiten.

Hinzu kommen Vorgaben: In der Europäischen Union gilt eine Richtlinie über die Barrierefreiheit von Websites und mobilen Apps im Bereich des öffentlichen Sektors. Aber auch wenn die Barrierefreiheit nicht vom Gesetz vorgeschrieben wird, ist es dennoch gut, sich mit ihr zu beschäftigen. Allein durch die Unterstützung der Grundbarrierefreiheit kann die potenzielle Reichweite zu den Kunden um 26% erhöht werden.

Man setzt auf Barrierefreiheit

Für die Futured-Geschäftspartner wird das Thema Barrierefreiheit immer wichtiger. „Wir wollen, dass wirklich jeder unsere Apps nutzen kann, und deshalb versuchen wir, immer nach neuesten Standards zu arbeiten. Wir gehen auf Konferenzen, kommunizieren mit Experten des Fachs und arbeiten bei unseren Tests mit Menschen mit Behinderung. Wir haben bereits große Projekte abgeschlossen, die die Barrierefreiheit auf hohem Niveau unterstützen”, sagt Lukáš Strnadel, CEO bei Futured.

Fallbeispiel Nationalmuseum

Das Nationalmuseum Tschechiens ist eine staatliche Institution, die die Barrierefreiheit von Rechts wegen unterstützen muss. Die meiste Zeit nahm hier die Implementierung der Sprachausgabe und der dynamischen Schriftgrößen in Anspruch.

Die Sprachausgabe macht den Inhalt eines Telefons auch für Personen mit Sehbehinderung zugänglich. Im Rahmen der Implementierung dieser Funktion hat Futured zusätzliche Informationen hinterlegt, damit auch ein Mensch mit Sehbehinderung alle wichtigen Informationen auf dem Bildschirm finden kann.
Dabei handelt es sich zum Beispiel um Bilder, die ihre eigene Beschriftung haben, oder um Buttons, die ihre Funktion erklären. Bei der Implementierung ist es außerdem möglich, die Reihenfolge zu beeinflussen, in der der Reader den Inhalt vorliest, und wichtige Elemente in einem zusammenzufassen, damit der Nutzer die Inhalte besser erfassen kann.
Dynamische Schriftgrößen ermöglichen die Vergrößerung des Textes. Bei der Implementierung muss auch ein Design mit einbezogen werden, das sich dem größeren Text anpassen kann. Zusammen mit dem vergrößerten Text sollte auch die Vergrößerung der Icons bedacht werden. Eine weitere gute Vorgehensweise ist es, ab einer bestimmten Größe die horizontalen Elemente in vertikale zu kippen.
Die App unterstützt sowohl den Dark Mode als auch den Light Mode, enthält Untertitel zu allen Audiospuren und unterstützt Funktionen spezifisch für die jeweilige Plattform wie zum Beispiel das Hervorheben von Buttons. (red)

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