MOBILITY BUSINESS
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Redaktion 08.03.2019

Der Genfer Autosalon elektrisiert die Besucher

Bei der 89. Auflage des Branchentreffs konzentrieren sich die Hersteller ganz auf Elektroautos und Plug-in-Hybride.

Das Thema wird nun schon seit einigen Jahren heiß gekocht und hätte laut der Meinung vieler Experten längst seinen Durchbruch feiern müssen. Tatsache ist aber, dass vom prognostizierten Elektroauto-Boom trotz hoher Zuwachsraten noch immer wenig zu sehen ist. Bislang, denn geht es nach den Herstellern, kommen Stromer nun in den nächsten Jahren so richtig auf Touren – die hohen Investitionen in die Antriebsalternative müssen sich schließlich langsam rechnen. Ob der Kunde bei diesem Vorhaben mitspielt? Gut vorstellbar, wenn man sich aktuell bei der 89. Auflage des Genfer Automobilsalons die Angebots- und Modellvielfalt sowie die gestiegenen Reichweiten von Elektrofahrzeugen ansieht. Kaum ein Hersteller rückt am Lac Léman nicht zumindest einen Elektro- oder Hybridwagen ins Rampenlicht. An den meisten Ständen stehen überhaupt gleich mehrere Stromfahrzeuge zur Auswahl.

Vom BMW X3 bis zum Audi A8

So zeigen beispielsweise BMW und Audi zahlreiche neue Steckdosen-Modelle, vom X3 bis zum A8 und dem seriennahen E-SUV Q4 e-tron. Wie auch Kia – die ihren Auftritt auf den neuen Niro und den E-Soul konzentrieren – verzichten die Ingolstädter in Genf sogar ganz auf klassische Verbrenner.

Auch bei Volkswagen gibt es mit dem ID Buggy, dem gelifteten Bulli T6, der künftig auch mit Stromantrieb erhältlich sein wird, und mit dem ID Neo Elektrisches zu sehen. Letzterer basiert auf der neu entwickelten MEB-Plattform, auf dem – ähnlich wie auf der MQB-Plattform bei den Verbrennern – in Zukunft eine Vielzahl von elektrischen VW-Modellen aufbauen soll.
Die VW-Tochter Seat gibt mit der Studie el-Born einen Ausblick auf den ersten Elektro-Kompakten „made in spain”, Skoda präsentiert die Studie Vision iV, Peugeot stellt den neuen 208 mit Verbrenner und als „e-208” auf die Bühne, und Honda zeigt mit dem „e” eine Weiterentwicklung der Retro-Studie Urban EV von der 2017er IAA.
Stromer gibt es in Genf zudem in Form einer Elektro-Limousine von Volvo-Tochter Polestar und von Ferdinand Piechs Sohn Anton zu sehen, der mit der Marke Piech Automotive durchstarten will und als erstes Modell den Mark Zero präsentiert, dessen Batterie in knapp fünf Minuten fast voll aufgeladen sein soll.

Daimler zeigt die V-Klasse

Ein wenig Strom gibt es in Genf mit dem überarbeiteten Mittelklasse-SUV GLC mit Vierzylinder-Benziner und 48-Volt-Unterstützung sowie mit der seriennahen Studie „Concept EQV” auch von Mercedes. Bei Letzterem handelt es sich um einen Ausblick auf die elektrische Zukunft der V-Klasse, die in Genf noch mit herkömmlichen Motoren ihre Messepremiere feiert und in Österreich ab sofort ab einem Listenpreis von 55.992 € bestellbar ist.

Eine Weltpremiere hat Mitsubishi mit dem Engelberg Tourer im Gepäck. Das mit All-Wheel Control ausgestattete SUV kommt mit einem Twin-Motor 4WD Plug-in-Hybrid EV mit 20 kWh Batteriekapazität und 2,4 l Atkinson Benzinmotor daher. Die elektrische Reichweite liegt bei 70 km. Erstmals präsentiert Mitsubishi am Lac Léman zudem den neuen ASX und der L200 feiert Europapremiere.

Neuheiten von Renault & Co

Cupra zeigt in Genf mit der Ateca Special Edition eine limitierte Sonderedition des Ateca mit verschärfter Optik und spezial angepasster Abgasanlage von Akrapovic, Renault wiederum rückt den neuen Clio ins Rampenlicht und Mazda den neuen CX-30.

Im Mittelpunkt des Jeep-Standes stehen die neuen Plug-in-Hybridmodelle Renegade und Compass, bei denen die Elektro-Antriebe jeweils mit einem neuen, 1,3 l großen Turbobenzinmotor zusammenarbeiten.
Auch Fiat blickt mit dem Concept Centoventi in die Zukunft der Elektromobilität und schreibt dabei auch das Thema Individualität groß. Kunden können das Interieur selbst konfigurieren, Accessoires auswählen und dank eines modularen Batteriepacks sogar die Reichweite von 100 auf 500 km erweitern, indem sie zusätzliche Batterieeinheiten kaufen oder mieten.
Alfa Romeo zeigt mit dem Tonale sein erste Midsize-SUV und zugleich sein erstes Plug-in-Hybridmodell, bei Nissan gibt es die Crossover-Studie IMQ zu sehen, und bei Porsche das neue 911 Cabrio als S-Modell mit 331 kW/450 PS, das allerdings noch ausschließlich mit Benzin angetrieben wird. (red)

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