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Expertise Der Leiter Marktanalyse Arnold Immobilien, Martin Ofner, attestiert dem heimischen Immobilienmarkt Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft.

Redaktion 10.03.2023

Arnold-Marktanalyse

Der Immobilieninvestmentmarkt Österreich trotzt dem schwierigen Marktumfeld und bietet 2023 attraktive Anlagemöglichkeiten.

WIEN. Laut der Arnold Immobilien Marktanalyse wurden 2022 am österreichischen Immobilieninvestmentmarkt 4,7 Mrd. € umgesetzt. Damit verzeichnete der heimische Investmentmarkt als einer der wenigen in Europa mit zwei Prozent sogar ein leichtes Plus. Verantwortlich für das solide Ergebnis waren u.a. die internationalen Investoren, die mit 55% des Investmentvolumens vertreten waren. „Aufgrund der aktuell robusten Nachfrage auf den Mietermärkten sowie der geplanten Lockerungen bei Immobilienfinanzierungen schätzen wir auch 2023 mit vorsichtigem Optimismus ein”, meint Arnold Immobilien-CEO Markus Arnold.

Assetklassen im Detail

2022 waren Büroimmobilien mit einem Marktanteil von 32% mit Abstand die wichtigste Anlageklasse am heimischen Immoinvestmentmarkt, gefolgt von mittel- bis großvolumigen Wohnimmobilien mit rund 25%. Mit rund 16% des Gesamtvolumen bzw. mehr als 700 Mio. € standen Industrie- und Logistikimmobilien im Fokus der Investoren. „Entwicklungsliegenschaften waren 2022 mit rund neun Prozent deutlich stärker vertreten als in den Vorjahren”, erläutert Martin Ofner, Leiter Marktanalyse bei Arnold Immobilien.

Im vierten Quartal 2022 sind die Nettoanfangsrenditen in allen Assetklassen angestiegen. Die höchste Zunahme von rund 90 Basispunkten (BP) innerhalb eines Jahres verzeichneten Büroimmobilien in B-Städten (Q4 2022: 4,90%), Logistikimmobilien außerhalb der Hauptstadtregion (Q4 2022: 4,90%) sowie Einkaufszentren mit aktuell 5,30%. Die Spitzenrenditen für Wiener Büroimmobilien lagen bei 3,70 (+70 BP im Vgl. zu Q4 2021), in dezentralen Lagen bei 4,60 (+80 BP im Vgl. zu Q4 2021).
„Einmal mehr hat der österreichische Immobilieninvestmentmarkt seine Resilienz unter Beweis gestellt”, resümiert Ofner. Auf Basis der neuen Renditeniveaus sei davon auszugehen, dass sich noch im ersten Halbjahr 2023 deutlich attraktivere Investitionsmöglichkeiten am Markt eröffnen werden. (hk)

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