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© NürnbergMesse/Thomas Geiger

Ein Bild vergangener Tage: Im Februar 2020 strömten über 50.000 Fachbe­sucher in das Messezentrum Nürnberg, einen Monat später war Deutschland coronabedingt im Lockdown.

Redaktion 05.02.2021

Digitales Debüt für Leitmesse BioFach

Für das „eSpecial” am 17. bis 19. Februar 2021 haben sich über 1.250 Bio-Aussteller aus 81 Ländern angemeldet.

••• Von Paul Hafner

NÜRNBERG. Bei der letzten Doppelausgabe der BioFach und Vivaness vor einem knappen Jahr herrschte noch Normalität: Mit knapp 3.800 Ausstellern aus 110 Ländern vermeldete man gar einen Ausstellerrekord und hieß rund 50.000 Fachbesucher aus 136 Ländern willkommen.

Heuer ist alles anders: Das Messeduo findet als eSpecial statt. Zwei Wochen vor dem Termin gehen noch immer neue Anmeldungen ein, sodass die finale Zahl erst zur Messe mitgeteilt werden kann, doch schon jetzt konnte ein Achtungserfolg verkündet werden: Die 1.000-Aussteller-Marke ist deutlich geknackt und man begrüßt Unternehmen aus 81 verschiedenen Ländern.
Konkret lag die Zahl der Anmeldungen drei Wochen vor Messebeginn bei 1.251 Ausstellern. Auch der Kongress wird mit 70 Terminen, verteilt auf sechs Foren, in die digitale Sphäre verlegt – live gestreamt und im Anschluss auch „on demand” verfügbar. Thematisch im Fokus: Die Agrarwende, wie sie in unterschiedlichen Bereichen effektiver vorangetrieben werden kann.

Virtuell nur „Überbrückung”

Petra Wolf, Mitglied der Geschäftsleitung der NürnbergMesse, machte kein Hehl aus ihren anfänglichen Zweifeln, als erstmals eine Verlegung der beiden Fachmessen diskutiert wurde: „Als ich das erste Mal von dem ,eSpecial' gehört habe, fehlte mir das Vorstellungs­vermögen.”

Je konkreter die Pläne wurden, desto mehr wuchs ihre Überzeugung, dass „die Kernaspekte der gewohnten Präsenzveranstaltung mit begleitendem Kongress in die digitale Welt” übertragen werden können. Schließlich erhöhe sich durch die Möglichkeit des virtuellen Kundenkontakts auch die Reichweite stark. Termine hierfür können online bereits ab 9. Februar vereinbart werden.
Gleichzeitig beeilte sich Wolf zu betonen, dass das eSpecial nur eine „Überbrückung in einer schwierigen Zeit” darstelle – und gab sich optimistisch: Im Jahr 2022 werde das Treffen wieder vor Ort stattfinden.

Start-ups am Start

Auf Basis der über 600 eingereichten Neuheiten am – diesmal freilich ebenfalls virtuellen – Neuheitenstand macht sich aktuell bereits die Trendjury an ihr Werk und leitet wie gewohnt die gegenwärtigen Branchen-Trends ab.

Neben der Verleihung des „Best New Product Awards” für die innovativste Neuheit aus Sicht der Teilnehmer wird auch wieder der Forschungspreis für Bio-Lebensmittelwirtschaft („BioThesis”) vergeben. Auch Start-ups sind beim eSpecial dabei und stellen in Pitches ihre spannendsten Produktinnovationen vor.

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