RETAIL
© Tony Gigov

Julius Kiennast und Alexander Kiennast auf dem Dach des Logistik-Gebäudes, wo 2021 eine 400 KWp starke Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen wurde.

Redaktion 11.02.2022

Kiennast legt in der Krise zu

In der Pandemie agiert das Waldviertler Handelshaus expansiv und hat speziell in der Gastronomie zugelegt.

GARS. Das Handelshaus Kiennast erzielte 2021 einen Umsatz in Höhe von 94 Mio. € und somit ein Plus von 5,4% gegenüber dem Vorjahr. In der Krise hat Kiennast weiter an seinen strategischen Unternehmenszielen gearbeitet und sowohl Weichen für die Zukunft gestellt als auch Projekte vorangetrieben.

Stabil in der Pandemie

„Wir sind mit allen Anstrengungen gut durch die letzten zwei Krisenjahre gekommen und freuen uns, ab 2022 mit voller Mitarbeiterstärke durchstarten zu können”, bestätigen die Geschäftsführer Alexander und Julius Kiennast unisono.

Kiennast beschäftigt bereits 365 Mitarbeiter und konnte deren Zahl während der Krisenjahre halten bzw. ausbauen.
Erfreulich lief es dabei auch im Bereich Nah&Frisch. Die Kaufleute punkten derzeit vor allem anhand des stärkeren Fokus auf Frische, Bio und Regionalität. Neueröffnungen in 2021 waren u.a. „Unser G’schäft für Ebenthal” im Weinviertel, welches von der Gemeinde betrieben wird, sowie Nah&Frisch – Riedl in Reingers im nördlichen Waldviertel.
2021 wurde auch die Nah&Frisch TV-Werbekampagne mit neuen Spots präsentiert, in der speziell die Verbundenheit der Kaufleute mit den Menschen im Dorf in den Mittelpunkt gerückt wird. Bei den Werbespots wirkten auch Nah&Frisch-Kaufleute von Kiennast mit.
Im neuen Jahr setzt Kiennast erneut Aktivitäten mit Nah&Frisch – mehrere Projekte wie beispielsweise in Katzelsdorf (März) und Weitersfeld (Juli) sind in Planung. Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden funktioniere partnerschaftlich und professionell. „Wir werden auch 2022 weitere moderne Nah&Frisch-Standorte in den Gemeinden entwickeln”, so Julius Kiennast.
Auch das Nahversorgerkonzept Nah&Frisch punkt wurde 2021 bei fünf weiteren Socar-Stationen ausgerollt, nämlich in Bad Gleichenberg, Gössendorf, Perg, Kirchbach und Eisenerz – es kommt jetzt insgesamt auf 22 Standorte.

Stark mit Übernahme

Im Bereich Gastronomie und Hotellerie konnte die Gastro-Vertriebsschiene von Kiennast im Vergleich zu 2020 mit einem Gesamtumsatz von 42,3 Mio. € imposant rund 15% zulegen.

„Wir führten im letzten Jahr mit der Übernahme des Getränkehändlers Lichtenegger eine wesentliche Unternehmenserweiterung durch, welche uns in der Region, aber auch darüber hinaus in den kommenden Jahren zusätzliche Kompetenz für unsere zahlreichen Gastronomiekunden bringen wird”, berichtet Alexander Kiennast. In den letzten Monaten hat Kien­nast das Unternehmen in die Firmengruppe integriert. (red)

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