Banken droht ein Milliardenverlust
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Revolution Die Zahlungsbranche erlebt derzeit den größten Umbruch seit dem Aufkommen des digitalen Bankings, sagt Martina Sennebogen, Vorstandsvorsitzende Capgemini Österreich.
FINANCENET Redaktion 16.10.2026

Banken droht ein Milliardenverlust

Fast 60 Prozent der Unternehmen könnten in Zukunft Stablecoin-Dienstleistungen von Nichtbanken beziehen.

WIEN. Stablecoins, tokenisierte Einlagen und digitale Zentralbankwährungen werden zunehmend kommerziell genutzt. Dadurch geraten die traditionellen Ertragsquellen von Banken im Zahlungsverkehr immer stärker unter Druck.  Laut dem World Payments Report 2027 des Capgemini Research Institute werden die oben genannten Instrumente bis 2030 voraussichtlich rund vier Prozent des globalen Zahlungsvolumens ausmachen.

Mitten in den Speck hinein
Davon betroffen sind insbesondere margenstarke Ertragsquellen wie Devisenspreads, Korrespondenzbankgeschäft, Zinserträge aus Guthaben sowie Transaktionsgebühren. In den vergangenen drei Jahren lag die Priorität von Banken auf Innovation von Zahlungsdienstleistungen für Firmenkunden. 60% der Institute sehen darin einen  strategischen Investitionsschwerpunkt. Dennoch ist nur ein Drittel der Unternehmenskunden mit seiner Hauptbank zufrieden.

Langsam und teuer
Fast drei Viertel (74%) der Unternehmen beschreiben grenzüberschreitende Zahlungen als langsam, teuer und wenig vorhersehbar.  Die Nachfrage von Unternehmen nach dieser neuen Generation von Zahlungsinstrumenten steigt bereits deutlich an. Banken bleiben dabei der bevorzugte Anbieter: 71% der Unternehmen würden tokenisierte Zahlungen bei gleichen Kosten und gleicher Qualität über eine Bank statt über ein FinTech abwickeln. Diese Präferenz ist jedoch keineswegs garantiert. Fast 60% der Unternehmenskunden wären bereit, Stablecoin-Dienstleistungen von Nichtbanken zu beziehen, falls ihre Bankpartner nicht mit der Marktentwicklung Schritt halten. Derzeit laufen bereits 36% des von Unternehmen abgewickelten B2B-Zahlungsvolumens über Nichtbanken. Den Banken droht der Verlust von 230 Mrd. USD an Zahlungsverkehrserträgen.

Alternativen heiß begehrt
Die Nachfrage von Unternehmen nach dieser neuen Generation von Zahlungsinstrumenten steigt bereits deutlich an. Banken bleiben dabei der bevorzugte Anbieter: 71% der Unternehmen würden tokenisierte Zahlungen bei gleichen Kosten und gleicher Qualität über eine Bank statt über ein FinTech abwickeln. Diese Präferenz ist jedoch keineswegs garantiert. Fast 60% der Unternehmenskunden wären bereit, Stablecoin-Dienstleistungen von Nichtbanken zu beziehen, falls ihre Bankpartner nicht mit der Marktentwicklung Schritt halten. (rk)

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