LINZ. Der Caesar 2026 wurde am 14. Oktober unter dem Motto „ZWISCHEN FÜR UND ALLE“ im Linzer Posthof verliehen. Insgesamt vergab die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Oberösterreich zwölf Auszeichnungen in Gold, zwölf in Silber und zwölf in Bronze. Hinzu kamen drei Nachwuchspreise. Eine wesentliche Neuerung war der Verzicht auf klassische Wettbewerbskategorien: Die eingereichten Arbeiten wurden unabhängig von ihrer Kommunikationsdisziplin bewertet.
Insgesamt gingen 225 Einreichungen ein. Davon schafften es 60 Arbeiten von 40 Einreichern in den „Circle of Nominees“. Eine neunköpfige internationale Fachjury unter dem Co-Vorsitz von Jo Marie Farwick und Thomas Börgel entschied in einem zweistufigen Verfahren über die Gewinner.
Fredmansky sechsmal ausgezeichnet
Zu den erfolgreichsten Agenturen des Abends zählte Fredmansky mit Standorten in Linz, Neufelden und Gleisdorf. Die Agentur erhielt einen Caesar in Gold, drei in Silber und zwei in Bronze.
Gold gab es für ein modulares Schaufensterkonzept für den Brillenhersteller Silhouette, das weltweit im Handel eingesetzt werden kann. Mit Silber wurden die Luxury-Pop-up-Container für RR Motors sowie die Markenarbeiten für Felber Transport und ja zu nah – der FAIRmarkter ausgezeichnet. Bronze erhielt Fredmansky für Projekte mit DKFE Rechtsanwälte und der Vienna Design Week.
„Der Werbepreis Caesar ist zwar ein Heimspiel für uns. Weil Erfolge zuhause jedoch oft die schwierigsten sind, hat der Caesar eine ganz besondere Strahlkraft“, erklärt Fredmansky-Geschäftsführer Ino Karning.
Neues Konzept ohne Kategorien
Mit der Neuausrichtung sollen unterschiedliche Kommunikationsdisziplinen stärker gemeinsam betrachtet werden. Kampagnen, Bewegtbild, Social Media und Packaging Design konkurrieren nun unabhängig von bisherigen Kategorien miteinander.
„Mit der neuen Ausrichtung tragen wir der Art und Weise Rechnung, wie Kommunikation heute tatsächlich entsteht: über Disziplinen und klassische Grenzen hinweg“, erklärt Christoph Schumacher, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der WKOÖ.
Die Preisverleihung wurde gemeinsam mit Responsive Spaces, Werbeberg, das narrativ und Heimwerk Audio umgesetzt. Echtzeit-Visualisierungen begleiteten das Bühnenprogramm.
Nachwuchspreise vergeben
Auch der Rookie of the Year wurde ausgezeichnet. Gold ging an Simon Reiter vom WIFI Linz für „FRANZ HONIG“, Silber an Pascal Stütz von der Universität für angewandte Kunst Wien für „Eine starke Klammer“ und Bronze an Andreas Grasböck von der HTL1 Linz für eine Sensibilisierungskampagne zum Thema Mediensucht.
Alle ausgezeichneten Arbeiten und die Nominierten sind in der Caesar Hall of Fame dokumentiert. (red)