4Gamechangers Next diskutiert Zukunft des Medienstandorts
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Bernhard Albrecht (Co-CEO ProSiebenSat.1 PULS 4), Clemens Pig (ORF-Generaldirektor ab 2027), Ingrid Thurnher (ORF-Generaldirektorin), Medienminister Andreas Babler, Peter Strutz (Commercial Director Seven.One Austria) und Thomas Gruber (Co-CEO ProSiebenSa
MARKETING & MEDIA Redaktion 21.09.2026

4Gamechangers Next diskutiert Zukunft des Medienstandorts

Bei der zweiten Ausgabe von 4Gamechangers Next brachten ORF und ProSiebenSat.1 Puls 4 Vertreter aus Wirtschaft, Medien und Politik zusammen.

WIEN. Unter dem Titel „Shape What’s Next“ ging am 17. September die zweite Ausgabe von 4Gamechangers Next in der Meinls Rösthalle über die Bühne. Rund 700 Gäste verfolgten das gemeinsame Format von ORF und ProSiebenSat.1 Puls 4 mit Joyn. Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler, Staatssekretär Alexander Pröll, Verena Pausder vom Deutschen Startup-Verband, Gerhard Zeiler von Warner Bros. Discovery, Andreas Treichl von der Erste Stiftung sowie der designierte ORF-Generaldirektor Clemens Pig und ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher.

Kooperation am Medienmarkt
Ein Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Medien. Babler sprach sich für mehr Kooperation und Digitalisierung aus und betonte die Bedeutung einer gesicherten Finanzierung von Qualitätsjournalismus.

Auch Pig thematisierte die Konkurrenz durch internationale Plattformen: „Wir haben den österreichischen Medienmarkt zu lange wie ein Nullsummenspiel behandelt. Während wir darüber diskutieren, wer größer oder kleiner sein darf, gewinnen internationale Plattformen Aufmerksamkeit, Werbegeld und Daten. Deshalb sollten wir uns nicht länger fragen: Wie viel ORF darf es geben? Die wichtigere Frage lautet: Wie viel österreichische Öffentlichkeit wird es künftig noch geben? Denn Demokratie braucht Öffentlichkeit. Und Öffentlichkeit braucht unabhängige Medien.“

Europas Rolle bei KI
Pröll diskutierte mit Puls 4-Infodirektorin Corinna Milborn über Europas Position gegenüber internationalen Tech-Konzernen und die Chancen von KI für den österreichischen Wirtschaftsstandort. „Europa ist in der KI-Entwicklung dramatisch hinten nach. Wir haben bei Rechenzentren massiven Aufholbedarf“, so Pröll.

Verena Pausder wiederum verwies auf die Notwendigkeit, europäische Unternehmen und Innovationen stärker am Standort zu halten. Im AI Act sieht sie einen möglichen Standortvorteil, da Europa damit Rahmenbedingungen für die weitere KI-Entwicklung definiere.

Neues Format mit Zeiler und Treichl
Gerhard Zeiler und Andreas Treichl gaben zudem einen Ausblick auf ihren neuen Joyn-Vodcast „Über Österreich, die Welt und andere Unwichtigkeiten“. Darin wollen sie sich mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen beschäftigen.

Zum Abschluss diskutierten Milborn und Thurnher über die Zukunft des heimischen Medienmarkts. Thurnher plädierte dabei für eine gemeinsame Strategie von privaten und öffentlich-rechtlichen Medien, um deren Relevanz gegenüber internationalen Plattformen zu sichern.

Die Highlights der Veranstaltung sind ab 18. September auf Joyn abrufbar. (red)

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