HOLLYWOOD/BERLIN. Matti Klemm, die deutsche Stimme der US-Schauspieler Jason Momoa und Mahershala Ali, will gegen Netflix klagen. Er macht die Verletzung seines Persönlichkeitsrechts sowie seiner Urheber- und Datenschutzrechte geltend, wie der Verband Deutscher Sprecher:innen (VDS) mitteilte.
Anlass ist eine Datenauskunft, die Klemm von Netflix erhalten hat. Daraus soll angeblich hervorgehen, dass der Konzern in der Vergangenheit ohne Klemms Wissen und Einwilligung KI-Systeme mit seinen persönlichen Sprachaufnahmen trainiert habe. Gefragt wurde Klemm laut seinem Anwalt nicht, auch eine Bezahlung habe er nicht erhalten.
Netflix verweist auf Vereinbarung
Netflix teilte auf dpa-Anfrage mit, die aktuellen Diskussionen ernst zu nehmen, und verwies auf eine im vergangenen Jahr mit dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) getroffene Vereinbarung zu KI. „Die Nutzung von KI durch Netflix erfolgt im Einklang mit geltendem Recht“, hieß es weiter. Laut einem Netflix-Sprecher gehört zu der Vereinbarung unter anderem die Vorgabe, dass die Nutzung einer mittels KI generierten Nachbildung einer Stimme nur mit ausdrücklicher und gesonderter Zustimmung der betroffenen Sprecherinnen und Sprecher erfolgen dürfe. (APA)