WIEN. Die Wiener Filmproduktion Neulicht Film hat gemeinsam mit dem Büro für Interaktion (BRFI) die Kampagne „Unverzichtbar“ für die Gewerkschaft GPA entwickelt. Sie stellt der Debatte über ein „Ausgabenproblem“ Österreichs jene Menschen gegenüber, die mit ihren Jobs hinter den geförderten Leistungen stehen: eine Elementarpädagogin, einen Pflegeassistenten, einen technischen Angestellten und eine Forscherin. Ihre gemeinsame Botschaft lautet: „Ich bin kein Ausgabenproblem. Ich bin unverzichtbar.“
Die Kampagne läuft von 4. bis 25. November 2026 in ganz Österreich. Das Büro für Interaktion ist als Performance-Agentur für die Verbreitung zuständig und setzt auf einen breiten Mediamix: Performance-Kampagnen auf Meta und TikTok, Digital Out of Home sowie Streaming über Joyn.
Direkt in die Kamera
„Wenn über Kürzungen gesprochen wird, geht es meistens um Zahlen. Wir wollten zeigen, wer hinter diesen Zahlen steht“, sagt Dominik Sinnreich, Geschäftsführer von Neulicht Film. In den Spots sprechen die Protagonistinnen und Protagonisten die Zuseherinnen und Zuseher direkt an. Nahaufnahmen und eine reduzierte Bildsprache rücken die Personen und ihre Arbeit in den Mittelpunkt. Film- und Fotoproduktion sind parallel gelaufen, die Motive werden für Plakate, Social Media und die GPA-eigenen Medien verwendet, darunter das Mitgliedermagazin Kompetenz.
Breit in die Kanäle
„Für unsere Arbeit sind eine klare Botschaft und starke Bilder unverzichtbar. Hier haben wir beides. Jetzt bringen wir die Kampagne dorthin, wo die Budgetdebatte geführt wird: in den öffentlichen Raum, auf Social Media und in den Stream“, sagt Thomas Meyer, Gründer und Geschäftsführer des Büros für Interaktion.
Barbara Teiber, Vorsitzende der GPA, sieht in der Kampagne einen Gegenentwurf zur aktuellen Spardebatte: „Die Kampagne zeigt, warum diese Arbeit unverzichtbar ist. Hinter jeder Förderung stehen konkrete Leistungen und Arbeitsplätze, in der Pflege genauso wie in Kindergärten, in der Forschung und in der Industrie. Wer pauschal kürzen will, setzt genau das aufs Spiel.“ (red)