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TALK #32 –  „Die Blockchain-Technologie und die Mediabranche“ © Christoph H. Breneis

Domenic Stangl (Accenture) erklärt die Grundlagen der Blockchain.

© Christoph H. Breneis

Domenic Stangl (Accenture) erklärt die Grundlagen der Blockchain.

Redaktion 24.01.2019

TALK #32 – „Die Blockchain-Technologie und die Mediabranche“

Experte Domenic Stangl (Accenture) brachte dem Publikum die Grundlagen des Themas näher und verdeutlichte dessen Bedeutung für die Zukunft.

WIEN. Das Phänomen Blockchain wird von vielen Experten als zweite Phase der digitalen Revolution bezeichnet. Mithilfe dieser Technologie können Geschäfte und digitale Verträge ohne Intermediäre abgewickelt und fälschungssicher dokumentiert werden. Das wahrscheinlich bekannteste Beispiel für die Verwendung von Blockchain ist die Kryptowährung Bitcoin mit der ganz ohne Bankensystem Transaktionen durchgeführt werden können. Dass die spannende Technologie aber viel mehr kann beweist das Expertenpodium beim vergangenen Talk des FMP Forum Mediaplanung.

Alles Technik, keine Magie
Domenic Stangl (Accenture) eröffnete die spannende Veranstaltung und versprach dem Publikum viele gute Ideen rund um das Thema des Abends. Diese lieferte er in Form von anschaulichen Vergleichen, Zukunftsapellen und wertvollen Informationen zur Entstehung der Technologie. Im Rahmen dessen erklärte er zudem alle relevanten Funktionen und Begrifflichkeiten abseits oberflächlicher Buzzwords. Schlussendlich konnten sich die Zuhörer mehr unter den Bezeichnungen „Proof of Work“, „Smart Contracts“ und „Public Key Cryptography“ vorstellen. Außerdem erläuterte Stangl die Tatsache, dass die Technologie im Gegensatz zu vielen Systemen im Finanzbereich nicht auf Vertrauen basiert. Durch die transparente Informationsdarstellung in der Blockchain wird die Integrität der Daten gewährleistet. Reines Vertrauen in ein System, wie z.B. eine Währung wird dadurch obsolet. So ist es möglich Transaktionen auch ohne Mittelspersonen durchzuführen.

Der Blockchain-Zug rollt bereits – wenn auch langsam
Im Anschluss an die interessante Keynote nahmen neben Stangl auch Verena Kuen (1030 Innovation Consulting) und Christian Hoppe (iProspect Austria) auf dem Podium Platz. Gemeinsam mit Moderator Mathias Fanschek (Dentsu Aegis/FMP Vorstandsmitglied) und dem Publikum wurden Fragen rund um die Anwendungsbereiche, den aktuellen Wissensstand und die derzeitigen Probleme der Blockchain-Technologie behandelt. Im Rahmen dessen betonten alle drei Experten, dass in Österreich einiges an Aufholbedarf besteht. Es sei besonders wichtig Wissen über die Blockchain an die Unternehmen und die Öffentlichkeit zu tragen. Hoppe und Kuen nannten in diesem Zusammenhang einige praktische Beispiele, betonten jedoch, dass diese alle noch in den Kinderschuhen stecken.

Vielversprechendes Potenzial für die Mediabranche
Wie es sich für die Veranstaltungen des FMP gehört, kamen auch mögliche Anwendungsbereiche in der Marketing- und Medienbranche zur Sprache. Konkrete Beispiele gibt es in Österreich zwar noch keine, das Potenzial ist jedoch durchaus vorhanden. Vor allem wenn es um die Nachverfolgbarkeit sowie die Integrität bei der Ausspielung bis hin zur Abrechnung von Werbung und Content geht, kann die Technologie hilfreich sein. So könnte Blockchain möglicherweise bei der Verifizierung von digitaler Werbung, der Bekämpfung von Ad Fraud, der klaren Messung von Sichtbarkeit und dem Supply Chain Management zum Einsatz kommen. Auch im Rahmen dessen ist es derzeit besonders wichtig die Technik mit den Anwendern zusammenzubringen und die Scheu vor dem Zukunftsphänomen Blockchain abzulegen.

In der abschließenden Fragerunde waren sich die Podiumsgäste abermals einig: In fünf Jahren wird kaum jemand mehr über die Technologie sprechen – weil sie bereits Alltag geworden ist. (red)

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