Bei Adeg Neumair in Kaprun steht die soziale Weitergabe von Lebensmitteln im Mittelpunkt. Seit mehr als fünf Jahren spendet die Familie Neumair einmal wöchentlich Lebensmittel an die Initiative „Rollende Herzen“, die Menschen in finanziellen Notlagen unterstützt. Auch direkt im Markt werden Lebensmittel weiterverwertet: Übrig gebliebenes Brot und Gebäck wird zu Semmelbröseln verarbeitet oder dient als Basis für Kaspressknödel.
Anlässlich des Internationalen Tages gegen Lebensmittelverschwendung am 29. September zeigt Adeg anhand von drei selbstständigen Kaufleuten, wie unterschiedliche Lösungen zur Lebensmittelrettung umgesetzt werden.
Adeg Kaufmann Hans-Peter Kurzmann in Heiligenkreuz am Waasen arbeitet dazu mit der Caritas und der lokalen Tierrettung zusammen. Einwandfreie Lebensmittel, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen, werden an Menschen in Not verteilt oder für die Versorgung von Tieren zur Verfügung gestellt. „Lebensmittel sind zu wertvoll, um sie einfach zu entsorgen“, sagt Kurzmann.
Bei Adeg Kaufmann Christian Haider-Weinstabl in Moidrams werden einwandfreie Produkte, die bald ihr Mindesthaltbarkeitsdatum erreichen, in der Feinkostabteilung zu Salaten und hausgemachten Aufstrichen verarbeitet. Zudem bietet der Markt „Adeg Rettersackerl“ mit Obst und Gemüse um drei Euro an.
Auch Konsumenten könnten mit bewusster Einkaufsplanung und vollständiger Verwertung von Lebensmitteln zur Vermeidung von Abfällen beitragen. „Die zwei größten Fehler, die man beim Einkaufen machen kann, sind hungrig in den Markt zu gehen und keine Einkaufsliste dabei zu haben“, so Haider-Weinstabl.
Die unterschiedlichen Ansätze zeigen laut Adeg, dass die Selbstständigkeit der Kaufleute Spielraum für Lösungen schafft, die auf den jeweiligen Markt und die Region abgestimmt sind.