ARDAGGER. In Ardagger Stift im Bezirk Amstetten eröffnete Adeg-Kaufmann Manfred Seba am 22. Oktober Österreichs größten Hybridmarkt. Auf mehr als 700 Quadratmetern Verkaufsfläche verbindet der neue Standort die persönliche Betreuung durch 16 Mitarbeiter mit zusätzlichen Einkaufsmöglichkeiten im unbemannten Selbstbedienungsbetrieb. Mit erweitertem Frischesortiment und Produkten von 14 regionalen Lieferanten soll der Markt die Nahversorgung in der Gemeinde langfristig stärken.
Von Montag bis Freitag stehen die Mitarbeiter von 6.45 bis 18 Uhr und am Samstag von 7.30 bis 13 Uhr für die Kunden bereit. Außerhalb dieser Zeiten können Kunden den Markt im Selbstbedienungsbetrieb nutzen. Da Ardagger eine Tourismusgemeinde ist, ist auch eine hybride Sonntagsöffnung von 8 bis 13 Uhr möglich. Der Zutritt erfolgt mittels Bankomatkarte, bezahlt wird an einer Selbstbedienungskasse.
Mehr Platz und regionale Vielfalt
Für Manfred Seba markiert die Übersiedlung einen wichtigen Meilenstein. Vor knapp fünf Jahren hatte er den damaligen Nahversorger übernommen, nachdem sein Vorgänger in den Ruhestand gegangen war. Seither sichert er mit persönlichem Engagement die lokale Lebensmittelversorgung. Auch abseits des Geschäfts ist er in der Gemeinde aktiv, unter anderem bei der Freiwilligen Feuerwehr und als Unterstützer örtlicher Vereine.
Am neuen Standort am Schulhang 2 hat Seba gemeinsam mit seinem Team das Angebot erweitert. Neben einer Frischfleischabteilung gibt es eine heiße Theke mit warmen Speisen und eine Kaffee-Ecke. Das Sortiment reicht von der Eigenmarke „Clever“ bis zu Bio-Produkten von „Ja! Natürlich“. Insgesamt 14 regionale Lieferanten ergänzen das Angebot mit Mehl, Honig, Säften sowie Fleisch- und Wurstwaren. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ergänzt das Neubaukonzept.
„Die Gemeinde und ihre Menschen liegen mir sehr am Herzen. Umso mehr freut es mich, dass wir mit dem neuen Markt nicht nur deutlich mehr Platz und ein erweitertes Sortiment bieten können, sondern auch neue Möglichkeiten beim Einkaufen schaffen. Besonders wichtig war uns dabei, die persönliche Betreuung beizubehalten und gleichzeitig noch flexibler auf die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden einzugehen“, erklärt Manfred Seba.
Florian Klein, Vorsitzender Geschäftsführer des REWE Großhandels, sieht in dem Standort ein Beispiel für die Weiterentwicklung der ländlichen Nahversorgung: „Mit Österreichs größtem Hybridmarkt zeigt Adeg-Kaufmann Manfred Seba, wie sich die regionale Nahversorgung weiterentwickelt. Persönliche Betreuung und regionale Verwurzelung bleiben das Fundament. Der vollständig unbemannte Betrieb schafft ergänzend die zeitliche Flexibilität, die sich viele Menschen heute beim Einkaufen wünschen. Damit können Hybridmärkte gerade in ländlichen Gemeinden dazu beitragen, bestehende Standorte langfristig zu stärken. Ich gratuliere Manfred Seba und seinem gesamten Team zu diesem besonderen Meilenstein“, freut sich Florian Klein.
Mehrheit befürwortet flexiblere Öffnungszeiten
Adeg begrüßt die im Regierungsprogramm angekündigte Gleichstellung unbemannt betriebener Hybridmärkte mit Automatenshops und spricht sich für eine zeitnahe gesetzliche Umsetzung aus. Derzeit unterliegen Hybridmärkte auch während vollständig unbemannter Einkaufszeiten den Beschränkungen des Öffnungszeitengesetzes, während Automatenshops rechtlich anders behandelt werden.
Eine repräsentative Marketagent-Umfrage unter 1.000 Personen zeigt, dass die Bevölkerung solchen Modellen offen gegenübersteht. 81 Prozent können sich vorstellen, in Orten ohne Supermarkt in einem Selbstbedienungsmarkt einzukaufen. 73 Prozent befürworten bei entsprechendem Bedarf Öffnungen nach 20 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen, sofern der Markt ohne Verkaufspersonal betrieben wird. 65 Prozent könnten sich vorstellen, diese Möglichkeit selbst zu nutzen.
„Das Beispiel Ardagger zeigt, welchen konkreten Nutzen längere unbemannte Einkaufszeiten für die Bevölkerung bringen. Damit solche Angebote österreichweit möglich sind, braucht es zeitgemäße gesetzliche Rahmenbedingungen. Wir begrüßen daher, dass die Bundesregierung im Regierungsprogramm eine entsprechende Änderung der gesetzlichen Öffnungszeiten für Hybridmärkte angekündigt hat und plädieren für eine zeitnahe Umsetzung.“, betont Florian Klein.
Dabei gehe es ausdrücklich nicht um eine generelle Sonntagsöffnung mit Personal, sondern ausschließlich um längere, vollständig unbemannte Einkaufszeiten und eine rechtliche Gleichstellung mit Automatenshops.
Auch Johannes Pressl, Bürgermeister von Ardagger und Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, begrüßt die Eröffnung: „Eine funktionierende Nahversorgung ist für unsere Gemeinden von unschätzbarem Wert. Mit dem neuen Standort von Adeg Seba entsteht in Ardagger ein Markt, der zeigt, wie sich persönliche Betreuung und moderne Einkaufsmöglichkeiten sinnvoll ergänzen können. Besonders freut mich, dass damit nicht nur die Lebensmittelversorgung langfristig gestärkt wird, sondern auch ein wichtiger Treffpunkt für die Menschen in unserer Gemeinde entsteht. Ich wünsche Alexandra und Manfred Seba und ihrem gesamten Team viel Erfolg und gute Geschäfte!“ (red)