WIEN. Darauf weist die AMA-Marketing hin und verweist auf die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel. Wie eng diese Bereiche miteinander verbunden sind, zeigt sich derzeit im Marchfeld: Die geplante Schließung des Ardo-Werks stellt auch die Zukunft der regionalen Tiefkühlgemüseproduktion infrage.
Hinter dem AMA-Gütesiegel und dem AMA-Biosiegel stehen nach Angaben der AMA-Marketing rund 50.000 landwirtschaftliche Betriebe sowie mehr als 5.000 Verarbeitungsbetriebe und Handelsunternehmen. Sie erwirtschaften Wertschöpfung in Österreich und sichern Beschäftigung – von der Erzeugung landwirtschaftlicher Rohstoffe bis zum fertigen Lebensmittel im Handel.
„Hinter dem AMA-Gütesiegel stehen Menschen, die unsere Lebensmittel herstellen. Wer zu Lebensmitteln mit dem rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel greift, entscheidet sich für kontrollierte Qualität aus Österreich. Diese Nachfrage ist für die Betriebe wichtig und trägt dazu bei, Arbeitsplätze in den Regionen zu sichern”, appelliert Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing.
Wegfall von Verarbeitungsstandorten trifft Landwirtschaft
Die heimische Lebensmittelproduktion ist auf ein funktionierendes Zusammenspiel verschiedener Betriebe angewiesen. Neben den landwirtschaftlichen Erzeugern braucht es unter anderem Mühlen, Molkereien, Schlachthöfe und Unternehmen, die Gemüse und andere Rohstoffe weiterverarbeiten. Geht ein solcher Standort verloren, kann das auch die Absatzmöglichkeiten der regionalen Lieferbetriebe beeinträchtigen.
Ein aktuelles Beispiel ist das Marchfeld. Im Zusammenhang mit der geplanten Schließung des Ardo-Werks wurde der Herbstanbau für die Ernte im kommenden Frühjahr gestrichen. Damit gerät auch die Zukunft von österreichischem Tiefkühlgemüse mit dem rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel unter Druck.
„Der Fall Ardo führt uns deutlich vor Augen, dass regionale Lebensmittelproduktion keine Selbstverständlichkeit ist. Damit regionales Gemüse als fertiges Produkt in die Geschäfte kommt, braucht es sowohl die landwirtschaftlichen Betriebe als auch die Verarbeitung in der Region“, so Mutenthaler-Sipek.
Herkunft als Entscheidungskriterium
Mit dem AMA-Gütesiegel und dem AMA-Biosiegel will die AMA-Marketing Konsumenten eine Orientierung beim Einkauf bieten. Beide Kennzeichnungen stehen für festgelegte Qualitätsanforderungen und nachvollziehbare Herkunft. Die Organisation ruft dazu auf, beim Einkauf verstärkt auf regionale Produkte zu achten, um die heimischen Betriebe entlang der Wertschöpfungskette zu unterstützen.
„Wenn wir wollen, dass auch künftig vom Feld über die Verarbeitung bis zum fertigen Produkt Wertschöpfung in Österreich stattfindet, müssen wir uns dafür entscheiden. Darum: Schau drauf beim Einkauf“, verweist Mutenthaler-Sipek auf die aktuelle Informationskampagne der AMA-Marketing. (red)